Der Fluke Calibration 9170 ist ein hochpräziser Metrologie Blockkalibrator für anspruchsvolle Temperaturkalibrierungen im Bereich von minus 45 °C bis 140 °C. Mit einer Temperaturstabilität von ±0,005 °C über den gesamten Arbeitsbereich, einer Auflösung von 0,001 °C und einer sehr guten radialen Temperaturhomogenität von ±0,01 °C bietet das Gerät hervorragende Voraussetzungen für hochwertige Vergleichskalibrierungen von PRTs, RTDs, Pt100 Sensoren, Thermistoren, Thermoelementen und industriellen Temperaturfühlern.
Der Fluke Calibration 9170 gehört zur Metrology Well Serie von Fluke Calibration. Diese Geräte wurden speziell für Temperaturkalibrierungen entwickelt, bei denen neben der reinen Anzeigegenauigkeit auch Stabilität, axiale Temperaturhomogenität, radiale Temperaturhomogenität, Beladungseffekt und Hysterese entscheidend sind. Fluke veröffentlicht für diese Einflussgrößen konkrete Spezifikationen und ermöglicht damit eine fundierte Betrachtung innerhalb des Messunsicherheitsbudgets.
Eine Besonderheit des Fluke Calibration 9170 ist sein sehr niedriger Temperaturbereich. Das Gerät erreicht unter normalen Laborbedingungen Temperaturen bis minus 45 °C und ist damit das kälteste Modell innerhalb der Metrology Well Serie. Anders als die Modelle 9171, 9172 und 9173 besitzt das 9170 eine Eintauchtiefe von 160 mm. Diese Konstruktion unterstützt das Erreichen der besonders niedrigen Temperaturen.
Die Anzeigegenauigkeit beträgt ±0,1 °C über den gesamten Temperaturbereich. Für besonders anspruchsvolle Vergleichskalibrierungen ist das Gerät optional mit einem integrierten Referenzeingang erhältlich. Dieser ermöglicht die direkte Messung hochwertiger PRTs und unterstützt unterschiedliche ITS 90 Subbereiche sowie die Callendar Van Dusen Charakterisierung.
Die integrierte RS232 Schnittstelle und die mitgelieferte Interface it Software ermöglichen die Einbindung des Fluke Calibration 9170 in computergestützte Kalibrierplätze. Zusätzlich ist die Metrology Well Serie mit MET/TEMP II kompatibel und ermöglicht damit automatisierte Kalibrierungen von RTDs, Thermoelementen und Thermistoren.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl des passenden Fluke Calibration 9170, geeigneter Einsätze, Referenzfühler und weiterer Komponenten für professionelle Temperaturkalibrierplätze. Für die regelmäßige messtechnische Rückführung Ihrer Temperaturmesstechnik steht Ihnen außerdem der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Temperaturbereich von minus 45 °C bis 140 °C
- Temperaturstabilität von ±0,005 °C über den gesamten Bereich
- Anzeigegenauigkeit von ±0,1 °C
- Hohe Auflösung von 0,001 °C
- Eintauchtiefe von 160 mm
- Axiale Temperaturhomogenität bis ±0,02 °C bei 0 °C
- Radiale Temperaturhomogenität von ±0,01 °C
- Sehr geringer Beladungseffekt
- Hysterese von nur 0,025 °C
- Optionaler integrierter Referenzeingang
- Unterstützung von ITS 90
- Unterstützung von Callendar Van Dusen
- Referenzeingang für PRTs bis 400 Ω
- Vierleiteranschluss für Referenzfühler
- RS232 Schnittstelle
- Interface it Software
- Kompatibel mit MET/TEMP II
- Programmierbare Kalibrierabläufe
- Automatische Temperaturschalterprüfung
- Rückführbare Werkskalibrierung
- Geeignet für Labor, Pharmaindustrie und Qualitätssicherung
Die wesentlichen Leistungsdaten wie Temperaturbereich, Stabilität, Homogenität und Eintauchtiefe entsprechen den aktuellen Fluke Spezifikationen.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Der Fluke Calibration 9170 eignet sich insbesondere für Anwendungen, bei denen Temperatursensoren unterhalb der normalen Umgebungstemperatur mit hoher Präzision kalibriert werden müssen.
Typische Einsatzbereiche sind Kalibrierlabore, Pharmaindustrie, Biotechnologie, Lebensmittelindustrie, Kühltechnik, Forschung, Entwicklung, Qualitätssicherung und industrielle Temperaturmesstechnik.
Bei einer Vergleichskalibrierung werden ein kalibrierter Referenzfühler und der zu prüfende Temperatursensor gemeinsam in einen geeigneten Einsatz eingebracht. Nach ausreichender Stabilisierung wird der Messwert des Prüflings mit der Referenztemperatur verglichen.
Gerade bei tiefen Temperaturen können schlechte Temperaturhomogenität, Wärmeableitung über den Fühlerschaft und thermische Belastung durch mehrere Sensoren einen erheblichen Einfluss auf das Kalibrierergebnis haben. Die Metrology Well Konstruktion wurde speziell entwickelt, um diese Einflussgrößen zu reduzieren. Fluke nennt für das 9170 eine Stabilität von ±0,005 °C über den kompletten Bereich und eine radiale Homogenität von ±0,01 °C.
Flexible Erweiterbarkeit
Für den Fluke Calibration 9170 stehen unterschiedliche austauschbare Einsätze zur Verfügung. Damit lässt sich der Blockkalibrator an verschiedene Sensordurchmesser und Fühlerkonfigurationen anpassen.
Fluke bietet mehrere vorkonfigurierte Varianten mit unterschiedlichen Einsatzbohrungen für metrische und zöllige Temperaturfühler. Dadurch können Pt100 Sensoren, PRTs, Thermistoren und Thermoelemente mit unterschiedlichen Schaftdurchmessern verwendet werden.
Besonders interessant sind Ausführungen mit integriertem Referenzeingang. Ein hochwertiger Referenz PRT kann dann direkt mit dem Gerät verbunden werden, sodass keine separate Temperaturanzeige erforderlich ist.
Der Referenzeingang unterstützt einen Temperaturbereich von minus 200 °C bis 962 °C sowie einen Widerstandsbereich von 0 Ω bis 400 Ω. Die Widerstandsmessung erfolgt mit automatischer Bereichswahl. Unterstützt werden ITS 90 und Callendar Van Dusen Charakterisierungen.
Technische Highlights
Der Temperaturbereich des Fluke Calibration 9170 reicht bei 23 °C Umgebungstemperatur von:
minus 45 °C bis 140 °C
Die Anzeigegenauigkeit beträgt:
±0,1 °C über den gesamten Temperaturbereich
Die Stabilität beträgt:
±0,005 °C über den gesamten Temperaturbereich
Die axiale Temperaturhomogenität beträgt:
±0,1 °C bei minus 45 °C
±0,04 °C bei minus 35 °C
±0,02 °C bei 0 °C
±0,07 °C bei 140 °C
Die radiale Temperaturhomogenität beträgt:
±0,01 °C über den gesamten Temperaturbereich.
Diese Werte machen den Fluke Calibration 9170 zu einer hochwertigen Temperaturquelle für anspruchsvolle Vergleichskalibrierungen im niedrigen und mittleren Temperaturbereich.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Fluke Calibration |
| Modell | 9170 |
| Geräteart | Metrologie Blockkalibrator |
| Temperaturbereich | minus 45 °C bis 140 °C |
| Anzeigegenauigkeit | ±0,1 °C |
| Stabilität | ±0,005 °C |
| Axiale Homogenität bei minus 45 °C | ±0,1 °C |
| Axiale Homogenität bei minus 35 °C | ±0,04 °C |
| Axiale Homogenität bei 0 °C | ±0,02 °C |
| Axiale Homogenität bei 140 °C | ±0,07 °C |
| Radiale Homogenität | ±0,01 °C |
| Beladungseffekt bei minus 45 °C | ±0,02 °C |
| Beladungseffekt bei minus 35 °C | ±0,005 °C |
| Beladungseffekt bei 140 °C | ±0,01 °C |
| Hysterese | 0,025 °C |
| Eintauchtiefe | 160 mm |
| Auflösung | 0,001 °C |
| Abkühlzeit 23 °C auf minus 45 °C | ca. 44 Minuten |
| Abkühlzeit 23 °C auf minus 30 °C | ca. 19 Minuten |
| Abkühlzeit 140 °C auf 23 °C | ca. 19 Minuten |
| Aufheizzeit 23 °C auf 140 °C | ca. 32 Minuten |
| Aufheizzeit minus 45 °C auf 140 °C | ca. 45 Minuten |
| Abmessungen | 366 × 203 × 323 mm |
| Gewicht | ca. 14,2 kg |
| Leistung | 550 W |
| Versorgung | 115 V oder 230 V AC |
| Frequenz | 50 oder 60 Hz |
| Schnittstelle | RS232 |
| Rückführbare Kalibrierpunkte | minus 45, 0, 50, 100 und 140 °C |
Die Werte entsprechen der aktuellen Fluke Herstellerangabe für das 9170.
Hohe Temperaturstabilität
Eine der wichtigsten Eigenschaften des Fluke Calibration 9170 ist die Stabilität von:
±0,005 °C über den gesamten Temperaturbereich.
Damit bleibt die Temperatur während einer stabilisierten Vergleichsmessung äußerst konstant. Fluke hebt hervor, dass sowohl das Modell 9170 als auch das Modell 9171 diese Stabilität über ihren gesamten jeweiligen Arbeitsbereich erreichen.
Eine geringe zeitliche Temperaturänderung ist insbesondere bei hochwertigen PRTs und Pt100 Sensoren wichtig. Schwankt die Temperaturquelle während des Ablesens von Referenz und Prüfling, entsteht ein zusätzlicher Unsicherheitsbeitrag.
Die hohe Stabilität des 9170 reduziert diesen Einfluss erheblich.
Sehr gute axiale Temperaturhomogenität
Die axiale Temperaturhomogenität beschreibt die Temperaturverteilung entlang der Eintauchtiefe eines Sensors.
Beim Fluke Calibration 9170 beträgt die axiale Homogenität beispielsweise nur ±0,02 °C bei 0 °C. Bei minus 35 °C werden ±0,04 °C und bei 140 °C ±0,07 °C spezifiziert.
Fluke beschreibt für die Metrology Well Serie eine homogene Zone von etwa 60 mm. Diese wird durch die Gerätekonstruktion und die Mehrzonenregelung unterstützt.
Damit können Referenzfühler und Prüfling in einem definierten Bereich unter vergleichbaren thermischen Bedingungen positioniert werden.
Hervorragende radiale Temperaturhomogenität
Die radiale Temperaturhomogenität beschreibt den Temperaturunterschied zwischen unterschiedlichen Bohrungen des Einsatzes.
Beim Fluke Calibration 9170 beträgt sie:
±0,01 °C über den gesamten Temperaturbereich.
Dieser Wert ist besonders wichtig, wenn Referenzthermometer und Prüfling gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Bohrungen eingesetzt werden.
Je kleiner der Temperaturunterschied zwischen diesen Bohrungen ist, desto günstiger sind die Voraussetzungen für eine Vergleichskalibrierung mit kleiner Messunsicherheit.
Geringer Beladungseffekt
Werden mehrere Temperatursensoren gleichzeitig in einen Blockkalibrator eingesetzt, verändert sich dessen thermische Belastung.
Der Fluke Calibration 9170 besitzt einen sehr kleinen spezifizierten Beladungseffekt. Bei einem 6,35 mm Referenzfühler und drei zusätzlichen 6,35 mm Fühlern beträgt dieser ±0,02 °C bei minus 45 °C, ±0,005 °C bei minus 35 °C und ±0,01 °C bei 140 °C.
Damit eignet sich das Gerät auch für Kalibrierungen, bei denen mehrere Temperatursensoren gleichzeitig eingesetzt werden.
Optionaler ITS 90 Referenzeingang
Der optionale Referenzeingang erweitert den Fluke Calibration 9170 zu einem besonders leistungsfähigen Vergleichskalibriersystem.
Unterstützt werden die ITS 90 Subbereiche 4, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 sowie die Callendar Van Dusen Charakterisierung. Der elektrische Widerstandsbereich reicht von 0 Ω bis 400 Ω.
Für 25 Ω und 100 Ω PRTs nennt Fluke beispielsweise eine Genauigkeit des Referenzeingangs von ±0,005 °C bei minus 100 °C, ±0,007 °C bei 0 °C und ±0,011 °C bei 155 °C. Diese Angaben berücksichtigen noch nicht die Messunsicherheit des angeschlossenen Referenzfühlers.
Der Referenzfühler wird in Vierleitertechnik über einen geschirmten fünfpoligen DIN Steckverbinder angeschlossen.
Schnelles Abkühlen und Aufheizen
Der Fluke Calibration 9170 benötigt von 23 °C auf minus 45 °C etwa 44 Minuten.
Bereits minus 30 °C werden ausgehend von 23 °C in ungefähr 19 Minuten erreicht.
Für das Aufheizen von 23 °C auf 140 °C nennt Fluke etwa 32 Minuten, während der vollständige Wechsel von minus 45 °C auf 140 °C ungefähr 45 Minuten benötigt.
Damit können mehrere Kalibrierpunkte innerhalb eines Arbeitstages effizient abgearbeitet werden.
Automatisierte Kalibrierabläufe
Der Fluke Calibration 9170 besitzt serienmäßig eine RS232 Schnittstelle und wird mit der Interface it Steuerungssoftware ausgeliefert.
Zusätzlich ermöglicht das Gerät auch ohne PC die Ausführung programmierter Kalibrieraufgaben. Die Metrology Well Serie unterstützt vier unterschiedliche programmierbare Kalibrierprogramme mit jeweils bis zu acht Temperaturpunkten sowie Rampen und Haltezeiten.
Dadurch können wiederkehrende Kalibrierabläufe standardisiert werden.
Auch eine automatische Prüfung von Temperaturschaltern ist möglich. Dabei kann unter anderem die Totzone eines thermischen Schalters bestimmt werden.
Kalibrierservice von europascal
Für dauerhaft zuverlässige Messergebnisse sollten Blockkalibrator und verwendete Referenzthermometer regelmäßig messtechnisch rückgeführt werden.
Der europascal Kalibrierservice unterstützt bei der Kalibrierung von Temperaturkalibratoren, Referenzthermometern, Temperaturfühlern und weiteren Geräten der Temperaturmesstechnik.
europascal unterstützt Sie außerdem bei der Auswahl geeigneter PRTs, Pt100 Sensoren, Kalibriereinsätze und Temperaturanzeigen sowie bei der Zusammenstellung eines vollständigen Temperaturkalibrierplatzes.
Die Produktseite orientiert sich dabei an der bestehenden europascal Struktur mit den Abschnitten Ihre Vorteile auf einen Blick, Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen, Flexible Erweiterbarkeit, Technische Highlights, Technische Daten, Warum wählen? und Typische Kalibrieranwendungen.
Warum den Fluke Calibration 9170 wählen?
Der Fluke Calibration 9170 verbindet einen sehr niedrigen Temperaturbereich mit außergewöhnlich hoher Temperaturstabilität.
Der Bereich von minus 45 °C bis 140 °C deckt zahlreiche Anwendungen in Pharmaindustrie, Biotechnologie, Lebensmittelindustrie, Kühltechnik und Kalibrierlaboren ab. Gleichzeitig beträgt die Temperaturstabilität über den gesamten Bereich nur ±0,005 °C.
Die axiale Homogenität bis ±0,02 °C bei 0 °C, die radiale Homogenität von ±0,01 °C und der geringe Beladungseffekt bieten hervorragende Voraussetzungen für hochwertige Vergleichskalibrierungen.
Der optionale ITS 90 Referenzeingang ermöglicht zusätzlich die direkte Verwendung eines hochwertigen PRTs als Referenz.
RS232, programmierbare Kalibrierabläufe und automatische Temperaturschalterprüfungen erweitern den praktischen Funktionsumfang.
Damit eignet sich der Fluke Calibration 9170 besonders für Anwender, die Temperatursensoren bei niedrigen Temperaturen mit hoher Reproduzierbarkeit und möglichst kleinen Unsicherheitsbeiträgen kalibrieren möchten.
Typische Kalibrieranwendungen mit dem Fluke Calibration 9170
Der Fluke Calibration 9170 eignet sich insbesondere für Vergleichskalibrierungen von Pt100 Sensoren, PRTs, RTDs, Thermistoren, Thermoelementen und industriellen Temperaturfühlern.
Typische Anwendungen finden sich in Kalibrierlaboren, Pharmaindustrie, Biotechnologie, Lebensmittelindustrie, Kühltechnik, Forschung, Entwicklung und industrieller Qualitätssicherung.
Durch die Kombination aus tiefem Temperaturbereich, hoher Stabilität, sehr guter Temperaturhomogenität, optionaler Referenzmessung und flexiblen Einsätzen ist der Fluke Calibration 9170 eine hochwertige Temperaturquelle für professionelle Kalibrieraufgaben.
Weitere Produkte von Fluke Calibration finden Sie hier.
Herstellerinformationen zum Fluke Calibration 9170 finden Sie auf der offiziellen Webseite vom Hersteller.






