AMETEK HPC ist eine bewährte Baureihe tragbarer Druckkalibratoren für professionelle Kalibrierungen, Prüfmittelüberwachung, Wartung und industrielle Serviceaufgaben. Die Geräte der HPC Familie wurden von AMETEK JOFRA für Anwender entwickelt, die Druckmessung und elektrische Prozesssignale in einem mobilen Kalibriersystem kombinieren möchten. Abhängig von der jeweiligen Geräteausführung können Druck, Strom und Spannung gemessen sowie Drucksensoren, Drucktransmitter, Manometer und Druckschalter geprüft werden.
Die klassische AMETEK HPC Produktfamilie umfasst verschiedene Generationen und Varianten. Hierzu gehören unter anderem HPC400, HPC500, HPC550Ex und HPC600. Die einzelnen Geräte unterscheiden sich hinsichtlich Druckbereich, Messgenauigkeit, interner Druckerzeugung und zusätzlichen Messfunktionen. AMETEK führt diese Generationen heute als ältere beziehungsweise abgekündigte Produkte. Als aktuelle Nachfolger werden abhängig von der Anwendung insbesondere die HPC40 und HPC50 Serien angeboten.
Das Grundprinzip des AMETEK HPC Druckkalibrators besteht in der Kombination einer hochgenauen Druckreferenz mit Funktionen für die elektrische Prüfung von Prozessmessgeräten. Bei der Kalibrierung eines Drucktransmitters kann beispielsweise der Referenzdruck gemessen und gleichzeitig das elektrische Ausgangssignal des Prüflings überprüft werden. Dadurch lässt sich ein vollständiger Kalibrieraufbau mit deutlich weniger Einzelgeräten realisieren.
Besonders flexibel waren und sind die HPC Systeme durch die Möglichkeit, zusätzliche Druckmodule einzusetzen. Dadurch kann ein vorhandener Druckkalibrator um weitere Messbereiche erweitert werden. Dieses Konzept wird bei den aktuellen HPC40 und HPC50 Geräten fortgeführt. Der aktuelle HPC40 erreicht mit den entsprechenden Sensoren Druckbereiche bis 1.000 bar beziehungsweise 15.000 psi, während der HPC50 Bereiche bis 700 bar beziehungsweise 10.000 psi abdeckt.
Die HPC Geräte wurden insbesondere für mobile Kalibrieraufgaben ausgelegt. Anstatt Drucktransmitter oder Manometer für jede Prüfung aus einer Anlage auszubauen und in ein stationäres Labor zu bringen, kann die Kalibrierung direkt vor Ort durchgeführt werden. Dies reduziert Stillstandszeiten und vereinfacht die regelmäßige Prüfmittelüberwachung.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Kombination unterschiedlicher Messgrößen. Moderne HPC Geräte können neben Druck auch elektrische Prozesssignale und teilweise Temperatur erfassen. So beschreibt AMETEK beispielsweise die aktuelle HPC50 Serie als kombinierten Druck und mA Schleifenkalibrator mit zusätzlicher hochgenauer Temperaturmessung und True Ohm Technologie.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl geeigneter Druckkalibratoren, Druckmodule, Handpumpen und kompletter Kalibriersysteme. Für die professionelle messtechnische Rückführung Ihrer Druckmessgeräte steht Ihnen zusätzlich der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
Ihre Vorteile auf einen Blick
Der AMETEK HPC verbindet präzise Druckmessung mit Funktionen für die professionelle Prozesskalibrierung. Je nach Gerätegeneration und Konfiguration stehen unterschiedliche Leistungsmerkmale zur Verfügung.
- Mobiler Druckkalibrator für Labor und Vor Ort Einsatz
- Verschiedene Druckbereiche je nach HPC Modell
- Prüfung von Manometern
- Kalibrierung von Drucktransmittern
- Prüfung von Drucksensoren
- Druckschalterprüfung
- Messung elektrischer Prozesssignale
- Kombination von Druck und mA Messung
- Erweiterbarkeit über externe Druckmodule bei entsprechenden Modellen
- Relativdruckmessung
- Je nach Ausstattung Absolutdruckmessung
- Differenzdruckmessung bei geeigneten Konfigurationen
- Barometrische Referenz bei ausgewählten Varianten
- Unterstützung verschiedener Druckeinheiten
- Kompakte Bauform
- Batteriebetrieb für mobile Anwendungen
- Für pneumatische und hydraulische Kalibrieraufgaben geeignet
- Kombination mit Handpumpen und Druckkomparatoren
- PC Kommunikation bei entsprechenden Gerätegenerationen
- Professionelle Kalibrierung und Prüfmittelüberwachung
Gerade das modulare Konzept ist für Kalibrierlabore und Servicetechniker interessant. Anstatt für jeden Druckbereich einen vollständigen separaten Kalibrator vorzuhalten, können je nach HPC Modell verschiedene interne oder externe Drucksensoren verwendet werden.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Der AMETEK HPC Druckkalibrator eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen in Industrie und Kalibriertechnik.
Typische Einsatzgebiete sind Kalibrierlabore, Qualitätssicherung, Prüfmittelüberwachung, Prozessindustrie, Chemie, Pharmaindustrie, Energieversorgung, Maschinenbau, Anlagenbau, Öl und Gas Industrie sowie Wartung und Instandhaltung.
Zu den typischen Prüflingen gehören:
- Analoge Manometer
- Digitalmanometer
- Drucksensoren
- Drucktransmitter
- Druckmessumformer
- Druckschalter
- Prozessanzeigen
- Pneumatische Druckmessgeräte
- Hydraulische Druckmessgeräte
Bei der Kalibrierung eines Drucktransmitters wird ein definierter Druck auf den Prüfling gegeben. Der AMETEK HPC dient abhängig von der Konfiguration als Druckreferenz und kann gleichzeitig das elektrische Ausgangssignal des Transmitters erfassen.
Bei einem üblichen 4 bis 20 mA Drucktransmitter können beispielsweise mehrere Druckpunkte zwischen 0 und 100 Prozent des Messbereiches angefahren werden. Für jeden Prüfpunkt wird anschließend das tatsächliche Ausgangssignal mit dem theoretisch erwarteten Signal verglichen.
Flexible Erweiterbarkeit
Eine wesentliche Stärke der AMETEK HPC Baureihe ist ihre Erweiterbarkeit.
Bei verschiedenen HPC Generationen können zusätzliche Druckmodule angeschlossen werden. Dadurch lässt sich der verfügbare Druckbereich erweitern, ohne einen vollständig neuen Kalibrator einsetzen zu müssen.
Dieses Prinzip findet sich auch bei den aktuellen Geräten wieder. Der HPC40 lässt sich beispielsweise mit externen APM Druckmodulen kombinieren. Die HPC50 Serie kann durch eigensichere APMi Druckmodule und ATMi Temperaturmodule erweitert werden.
Dadurch kann ein Kalibriersystem beispielsweise einen internen Drucksensor für einen häufig verwendeten Bereich besitzen und für spezielle Anwendungen über ein externes Modul erweitert werden.
Für komplette Kalibrieraufbauten können die Geräte mit pneumatischen oder hydraulischen Handpumpen kombiniert werden. AMETEK bietet hierfür komplette Pumpensysteme an. Dadurch können Druckerzeugung, Referenzmessung und elektrische Prüflingsmessung in einem mobilen System zusammengeführt werden.
Präzise Druckmessung mit dem AMETEK HPC
Die genaue Spezifikation des AMETEK HPC hängt vom jeweiligen Modell ab. Dies ist bei einer Produktseite für die gesamte HPC Familie besonders wichtig.
Historisch wurden mehrere Varianten angeboten. Der HPC600 wurde beispielsweise als Druckkalibrator mit integrierter elektrischer Pumpe angeboten. AMETEK nennt für das inzwischen abgekündigte Gerät eine Genauigkeit bis ±0,02 % vom Messwert und einen internen Druckerzeugungsbereich bis 20 bar beziehungsweise 300 psi.
Der HPC500 wiederum konnte mit unterschiedlichen Handpumpensystemen kombiniert werden und war für pneumatische und hydraulische Anwendungen verfügbar. Komplettsysteme wurden beispielsweise mit Pumpen für Bereiche bis 2 bar, 40 bar, 200 bar oder 350 bar zusammengestellt.
Bei heutigen HPC Geräten reicht der Bereich deutlich weiter. Die aktuelle HPC40 Serie bietet Druckbereiche bis 1.000 bar, während der HPC50 bis 700 bar spezifiziert ist. Beide Produktfamilien erreichen je nach Konfiguration eine Druckgenauigkeit von ungefähr ±0,035 % vom Messwert.
Daher sollte bei Bestellung, Ersatzbeschaffung oder Kalibrierung eines vorhandenen HPC immer die vollständige Modellbezeichnung und der konkrete Druckbereich berücksichtigt werden.
Druck und elektrische Prozesssignale
Der AMETEK HPC wurde nicht als reines Digitalmanometer konzipiert, sondern als Prozess und Druckkalibrator.
Dies ermöglicht insbesondere die Prüfung von Drucktransmittern. Ein typischer Transmitter wandelt einen Druckwert in ein elektrisches Standardsignal um, häufig 4 bis 20 mA.
Bei der Kalibrierung müssen deshalb zwei Größen gleichzeitig beurteilt werden:
der tatsächlich anliegende Referenzdruck und das elektrische Ausgangssignal des Prüflings.
Ein geeigneter HPC kann beide Werte innerhalb eines Kalibrieraufbaus erfassen. Dadurch wird kein separates Digitalmultimeter für das Ausgangssignal benötigt.
Die modernen HPC Geräte führen dieses Konzept weiter. AMETEK bezeichnet den HPC40 ausdrücklich als kombinierten Druck und mA Schleifenkalibrator.
Temperaturmessung bei entsprechenden HPC Modellen
Bei entsprechend ausgestatteten Varianten kann die AMETEK HPC Plattform zusätzlich zur Temperaturmessung verwendet werden.
Die HPC40 Serie besitzt beispielsweise Unterstützung für externe Temperaturfühler. Das entsprechende Messsystem arbeitet im Widerstandsbereich von 0 bis 400 Ω und unterstützt 2 Leiter, 3 Leiter und 4 Leiter Widerstandsmessungen. Die spezifizierte Genauigkeit der Widerstandsmessung beträgt ±0,015 % vom Messwert zuzüglich 0,02 Ω.
Für die HPC40 Serie werden passende Pt100 Referenzsensoren angeboten. Dazu gehören Sensoren für Bereiche von etwa −45 °C bis 150 °C sowie −45 °C bis 400 °C.
Dadurch lässt sich ein entsprechender HPC neben Druck und elektrischen Signalen auch für Temperaturmessungen einsetzen.
Differenzdruck und mehrere Druckbereiche
Bestimmte AMETEK HPC Konfigurationen besitzen zwei Drucksensoren.
Dadurch können zwei unterschiedliche Druckbereiche in einem einzigen Gerät kombiniert werden. Dies ist beispielsweise sinnvoll, wenn ein Servicetechniker sowohl einen niedrigen pneumatischen Bereich als auch einen höheren hydraulischen Druckbereich benötigt.
Mit zwei geeigneten Sensoren sind außerdem Differenzdruckmessungen möglich. Dabei wird die Differenz zwischen den beiden gemessenen Drücken berechnet.
Bei aktuellen Geräten führt AMETEK beispielsweise HPC41 als Ein Sensor und HPC42 als Zwei Sensor Variante. Die HPC40 Serie bietet Drucksensoren von niedrigen Bereichen bis 1.000 bar.
Software und Dokumentation
Moderne Geräte der AMETEK HPC Familie können mit der CrystalControl Software verbunden werden.
CrystalControl unterstützt unter anderem HPC40 und HPC50 und ermöglicht Gerätekonfiguration, Firmware Updates, Verwaltung von Aufzeichnungen und Kalibrierinformationen. Messdaten lassen sich unter anderem für Berichte und weitere Auswertungen verwenden.
Für die Prüfmittelüberwachung ist außerdem die Verwaltung von Kalibrierdaten interessant. Über die Software können Kalibrierdatum und nächster Kalibriertermin hinterlegt werden.
Dies erleichtert insbesondere Unternehmen mit vielen mobilen Referenzgeräten die regelmäßige Überwachung ihrer Kalibrierintervalle.
Technische Highlights
Da AMETEK HPC mehrere Gerätegenerationen bezeichnet, sind die folgenden Merkmale modellabhängig:
- Professioneller tragbarer Druckkalibrator
- Interne Drucksensoren
- Externe Druckmodule bei entsprechenden Varianten
- Ein oder zwei Drucksensoren möglich
- Druckbereiche von Niederdruck bis Hochdruck
- Druckbereiche aktueller HPC Systeme bis 1.000 bar
- mA Messung
- Spannungsmessung
- 24 V Schleifenversorgung je nach Ausführung
- Druckschalterprüfung
- Differenzdruckmessung bei geeigneter Konfiguration
- Absolutdruck mit entsprechenden Sensoren oder barometrischer Referenz
- Temperaturmessung bei entsprechend ausgestatteten Modellen
- USB Kommunikation bei modernen Ausführungen
- CrystalControl Unterstützung bei aktuellen HPC40 und HPC50 Modellen
- Batteriebetrieb
- Für mobile Kalibrierungen entwickelt
AMETEK führt die aktuelle HPC Familie heute insbesondere mit HPC40 und HPC50 fort. Die früheren HPC400, HPC500, HPC550Ex und HPC600 werden in der Herstellerübersicht als abgekündigte Generationen geführt.
Technische Daten
Da AMETEK HPC eine Produktfamilie bezeichnet, unterscheiden sich die technischen Daten je nach Modell:
| Merkmal | AMETEK HPC |
|---|---|
| Geräteart | Tragbarer Druckkalibrator |
| Messgröße | Druck |
| Weitere Messgrößen | modellabhängig mA, V und Temperatur |
| Drucksensoren | modellabhängig 1 oder 2 |
| Zusätzliche Druckmodule | bei geeigneten Modellen |
| Druckbereich | modellabhängig |
| Maximalbereich aktuelle HPC40 Serie | bis 1.000 bar |
| Maximalbereich aktuelle HPC50 Serie | bis 700 bar |
| Druckgenauigkeit aktuelle HPC Serien | bis ca. ±0,035 % vom Messwert |
| Differenzdruck | bei geeigneter Konfiguration |
| Elektrische Prozesssignale | modellabhängig |
| Temperaturmessung | modellabhängig |
| Kommunikation | modellabhängig |
| Stromversorgung | Batterie beziehungsweise externe Versorgung je nach Modell |
| Einsatz | Labor und mobile Kalibrierung |
Die heute angebotenen HPC40 und HPC50 Serien decken damit einen sehr großen Teil professioneller Druck und Prozesskalibrierungen ab.
Warum den AMETEK HPC wählen?
Der AMETEK HPC steht für ein Kalibratorkonzept, das Druckreferenz und Prozesskalibrierung in einem portablen Gerät kombiniert.
Ein wesentlicher Vorteil ist die Flexibilität. Je nach Modell können interne Sensoren, externe Druckmodule und zusätzliche elektrische beziehungsweise Temperaturmessungen miteinander kombiniert werden.
Dadurch kann ein Servicetechniker unterschiedliche Kalibrieraufgaben mit einem einzigen Grundgerät durchführen.
Für Besitzer älterer HPC Systeme ist allerdings die Modellgeneration entscheidend. AMETEK führt HPC400, HPC500, HPC550Ex und HPC600 mittlerweile als obsolete beziehungsweise abgekündigte Produkte. Als Ersatz werden insbesondere HPC40 und HPC50 empfohlen.
Der HPC600 wurde beispielsweise durch die HPC40 beziehungsweise nach aktueller Ersatzübersicht durch HPC50 Systeme ersetzt. Das Grundkonzept bleibt erhalten: ein mobiler Kalibrator, der hochwertige Druckmessung mit Funktionen zur Prozesskalibrierung verbindet.
Typische Kalibrieranwendungen mit dem AMETEK HPC
Der AMETEK HPC eignet sich insbesondere für die Kalibrierung von Manometern, Drucksensoren, Drucktransmittern und Druckschaltern.
Für eine typische Manometerkalibrierung wird der HPC zusammen mit dem Prüfling an eine geeignete Druckquelle angeschlossen. Anschließend werden mehrere definierte Prüfpunkte angefahren. Nach ausreichender Stabilisierung werden Referenz und Prüfling miteinander verglichen.
Bei einem Drucktransmitter kann zusätzlich das elektrische Ausgangssignal erfasst werden. Ein typischer 4 bis 20 mA Transmitter lässt sich dadurch über den gesamten Druckbereich überprüfen.
Bei geeigneten Zwei Sensor Konfigurationen können zusätzlich Differenzdruckmessungen durchgeführt werden. Mit externen Druckmodulen lässt sich der vorhandene Messbereich weiter ausbauen.
Die Kombination mit pneumatischen oder hydraulischen Pumpen ermöglicht komplette mobile Kalibriersysteme. Dadurch eignet sich die HPC Familie sowohl für den Einsatz im Kalibrierlabor als auch für Kalibrierungen direkt vor Ort.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl des geeigneten HPC Systems, kompatibler Druckmodule, Pumpen und Anschlussadapter. Auch ältere HPC Geräte können im Rahmen einer Ersatzbeschaffung mit aktuellen HPC40 oder HPC50 Lösungen verglichen werden.
Für die professionelle messtechnische Rückführung Ihrer Druckkalibratoren und Druckmessgeräte steht Ihnen der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
Herstellerinformationen zum AMETEK HPC finden Sie auf der offiziellen Webseite von AMETEK Calibration für Druckkalibratoren. Die aktuellen Nachfolger innerhalb der HPC Produktfamilie sind insbesondere HPC40 und HPC50.





