Der Fluke Calibration 5618B ist ein hochpräziser Platin Widerstandsfühler für anspruchsvolle Temperaturmessungen und professionelle Vergleichskalibrierungen. Mit einem Temperaturbereich von minus 200 °C bis 500 °C, einem schlanken Fühlerdurchmesser von nur 3,2 mm und einer vollständigen akkreditierten ITS 90 Kalibrierung eignet sich der Fluke Calibration 5618B besonders als Sekundärnormal für Kalibrierlabore, Qualitätssicherung, Forschung und industrielle Temperaturmesstechnik. Die kurze thermische Ansprechzeit und der geringe Wärmeableitungsfehler machen den Sensor außerdem für Anwendungen mit begrenzter Eintauchtiefe interessant.
Das Sensorelement besitzt einen nominalen Widerstand von 100 Ω bei 0 °C. Der Temperaturkoeffizient beträgt nominal 0,003923 Ω/Ω/°C. Damit unterscheidet sich der Fluke Calibration 5618B von einem gewöhnlichen industriellen Pt100 mit 0,00385 Kennlinie. Die individuelle ITS 90 Kalibrierung ermöglicht eine wesentlich genauere Auswertung des konkreten Sensors als die alleinige Verwendung einer standardisierten Nennkennlinie.
Fluke Calibration bietet den 5618B in drei unterschiedlichen Längen an. Die Modelle mit 229 mm und 305 mm Länge können von minus 200 °C bis 500 °C eingesetzt werden. Die kompakte Variante mit 152 mm Länge ist bis maximal 300 °C spezifiziert. Alle Ausführungen besitzen einen Durchmesser von lediglich 3,2 mm und verbinden damit eine robuste Edelstahlkonstruktion mit einer vergleichsweise geringen thermischen Masse.
Ein besonderer Vorteil ist die im Lieferumfang enthaltene akkreditierte Herstellerkalibrierung. Der Kalibrierbericht enthält die ermittelten Messdaten, individuelle ITS 90 Koeffizienten sowie Widerstands Temperatur Werte in Schritten von 1 °C. Dadurch lässt sich der konkrete Sensor mit seiner individuellen Kennlinie in einem geeigneten Fluke Calibration Temperaturanzeiger hinterlegen und als hochwertiges Referenzthermometer einsetzen.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl des geeigneten Fluke Calibration 5618B, einer passenden Temperaturanzeige sowie bei der Planung vollständiger Temperaturkalibrierplätze. Für die regelmäßige messtechnische Überwachung Ihrer Temperaturfühler steht außerdem der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Temperaturbereich von minus 200 °C bis 500 °C
- Kompakte 152 mm Ausführung bis 300 °C
- Nominaler Widerstand von 100 Ω bei 0 °C
- Temperaturkoeffizient von 0,003923 Ω/Ω/°C
- Schlanker Fühlerdurchmesser von nur 3,2 mm
- Sekundärnormal für anspruchsvolle Temperaturkalibrierungen
- Akkreditierte Herstellerkalibrierung im Lieferumfang
- Individuelle ITS 90 Koeffizienten
- Widerstands Temperatur Tabelle in Schritten von 1 °C
- Kalibrierte Genauigkeit bis ±0,026 °C
- Geringe Hysterese
- Zeitkonstante von maximal etwa 4 Sekunden unter spezifizierten Bedingungen
- Edelstahlmantel aus 316 Edelstahl
- Drei Fühlerlängen verfügbar
- PTFE isolierte Anschlussleitung
- Unterschiedliche Anschlussvarianten erhältlich
- Geeignet für Flüssigkeitsbäder
- Geeignet für Trockenblock Kalibratoren
- Geeignet zur Kalibrierung von Infrarot Temperaturquellen
- Kompatibel mit verschiedenen Fluke Calibration Temperaturanzeigen
- Ideal für Kalibrierlabor, Forschung und industrielle Qualitätssicherung
Fluke Calibration hebt insbesondere die Kombination aus Sekundärnormal Leistung, dem geringen Manteldurchmesser und der akkreditierten Kalibrierung hervor. Der geringe Durchmesser reduziert außerdem Messfehler bei Anwendungen mit kurzer Eintauchtiefe, weil weniger Wärme zwischen Umgebung und Sensorelement geleitet wird.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Der Fluke Calibration 5618B wurde für Anwender entwickelt, die einen robusten industriellen Temperaturfühler mit der messtechnischen Qualität eines hochwertigen Sekundärnormals benötigen.
Typische Einsatzbereiche sind DAkkS akkreditierte und industrielle Kalibrierlabore, Werkskalibrierlabore, Qualitätssicherung, Forschung und Entwicklung, Produktionsüberwachung sowie Service und Instandhaltung.
Durch seinen großen Temperaturbereich kann der Sensor sowohl bei tiefen Temperaturen als auch bei Temperaturen bis 500 °C eingesetzt werden. Damit lassen sich beispielsweise Pt100 Sensoren, Präzisionsthermometer, Temperaturtransmitter, Datenlogger und industrielle Temperaturmessketten durch Vergleich kalibrieren.
Besonders interessant ist der kleine Fühlerdurchmesser. Ein dünner Sensor besitzt eine geringere thermische Masse und kann schneller auf Temperaturänderungen reagieren. Gleichzeitig wird bei begrenzter Eintauchtiefe weniger Wärme entlang des Fühlerschaftes zwischen der Temperaturquelle und der Umgebung transportiert.
Flexible Erweiterbarkeit
Der Fluke Calibration 5618B ist in drei mechanischen Ausführungen erhältlich.
5618B 6 X besitzt eine Fühlerlänge von etwa 152 mm und einen Durchmesser von 3,2 mm. Diese Variante arbeitet von minus 200 °C bis maximal 300 °C.
5618B 9 X besitzt eine Länge von etwa 229 mm bei ebenfalls 3,2 mm Durchmesser.
5618B 12 X ist mit etwa 305 mm Länge die längste Ausführung. Die Varianten mit 229 mm und 305 mm Länge können bis 500 °C eingesetzt werden.
Zusätzlich lässt sich der elektrische Anschluss entsprechend dem vorgesehenen Temperaturanzeiger auswählen. Fluke bietet unter anderem INFO CON Anschlüsse, freie Leitungsenden, 5 Pin DIN, Gold Pins, Bananenstecker, Mini Bananenstecker und Kabelschuhe an.
Damit kann der 5618B sowohl in neuen Temperaturmesssystemen als auch in vielen bestehenden Fluke Calibration Kalibrierplätzen eingesetzt werden.
Technische Highlights
Die kalibrierte Genauigkeit des Fluke Calibration 5618B beträgt laut Hersteller einschließlich Kalibrierunsicherheit und Driftspezifikation:
±0,026 °C bei minus 200 °C
±0,066 °C bei 0 °C
±0,219 °C bei 500 °C.
Für die akkreditierte Herstellerkalibrierung werden beispielsweise erweiterte Kalibrierunsicherheiten von 0,024 °C bei minus 196 °C, 0,010 °C bei 0 °C, 0,018 °C bei 200 °C und 0,029 °C bei 420 °C angegeben. Die tatsächliche Unsicherheit einer späteren Rekalibrierung kann je nach Labor, Verfahren und aktueller Akkreditierung davon abweichen.
Die Hysterese beträgt weniger als 0,01 °C bei 0 °C, wenn minus 196 °C und 420 °C als Endpunkte verwendet werden. Die spezifizierte Driftrate liegt bei ±0,1 °C bei periodischem Einsatz bis 500 °C.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Fluke Calibration |
| Modell | 5618B |
| Geräteart | Platin Widerstandsfühler |
| Sensortyp | RTD |
| Nennwiderstand | 100 Ω bei 0 °C |
| Temperaturkoeffizient | 0,003923 Ω/Ω/°C |
| Temperaturbereich | minus 200 °C bis 500 °C |
| 5618B 6 X | minus 200 °C bis 300 °C |
| 5618B 9 X | minus 200 °C bis 500 °C |
| 5618B 12 X | minus 200 °C bis 500 °C |
| Fühlerdurchmesser | 3,2 mm |
| Fühlerlängen | 152 mm, 229 mm oder 305 mm |
| Mantelmaterial | Edelstahl 316 |
| Anschlussleitung | 22 AWG PTFE |
| Kabellänge | ca. 1,83 m |
| Zeitkonstante | maximal 4 s unter spezifizierten Bedingungen |
| Hysterese | kleiner 0,01 °C bei 0 °C |
| Drift | ±0,1 °C bei periodischer Nutzung bis 500 °C |
| Genauigkeit bei minus 200 °C | ±0,026 °C |
| Genauigkeit bei 0 °C | ±0,066 °C |
| Genauigkeit bei 500 °C | ±0,219 °C |
| Kalibrierung | akkreditierte Herstellerkalibrierung |
| Kennlinie | individuelle ITS 90 Koeffizienten |
| Widerstands Temperatur Tabelle | in 1 °C Schritten |
Die technischen Daten entsprechen der aktuellen Herstellerdokumentation von Fluke Calibration.
Akkreditierte ITS 90 Kalibrierung
Ein wesentlicher Vorteil des Fluke Calibration 5618B ist die vollständige akkreditierte Kalibrierung.
Der Kalibrierbericht enthält nicht nur einzelne Messwerte. Zusätzlich werden die individuellen ITS 90 Koeffizienten des konkreten Fühlers angegeben. Dadurch kann die tatsächliche Widerstands Temperatur Kennlinie des Sensors mathematisch beschrieben werden.
Die individuellen Koeffizienten können in geeignete Fluke Calibration Temperaturanzeigen eingegeben werden. Dadurch wird nicht nur die nominale Kennlinie eines 100 Ω Sensors verwendet, sondern die tatsächliche kalibrierte Charakteristik des jeweiligen Fühlers.
Das ist besonders wichtig, wenn der 5618B als Referenz oder hochwertiges Arbeitsnormal verwendet werden soll.
Schnelles thermisches Ansprechverhalten
Der Durchmesser von nur 3,2 mm reduziert die thermische Masse des Fluke Calibration 5618B.
Unter den vom Hersteller spezifizierten Bedingungen beträgt die maximale Zeitkonstante etwa vier Sekunden für 63,2 Prozent der Temperaturänderung in bewegtem Wasser.
In der Praxis hängt die tatsächliche Ansprechzeit vom Medium, der Strömungsgeschwindigkeit, der Eintauchtiefe und vom thermischen Kontakt ab.
Bei Vergleichskalibrierungen können kurze Ansprechzeiten den Arbeitsablauf verbessern, weil sich der Referenzfühler nach einem Wechsel des Temperaturpunktes schneller an die neue Temperatur annähert.
Vorteile bei geringer Eintauchtiefe
Bei Widerstandsthermometern kann Wärme über den Fühlerschaft zwischen Temperaturquelle und Umgebung transportiert werden. Bei unzureichender Eintauchtiefe kann dadurch ein sogenannter Wärmeableitfehler entstehen.
Der geringe Durchmesser des Fluke Calibration 5618B reduziert diesen Einfluss. Fluke nennt ausdrücklich eine geringere Messabweichung bei Anwendungen mit kurzer Eintauchtiefe als einen wesentlichen Vorteil dieser Bauform.
Dies ist beispielsweise bei kompakten Trockenblock Kalibratoren, kleinen Flüssigkeitsbädern oder speziellen Kalibriereinsätzen von Vorteil.
Kalibrierung von Pt100 und RTD Sensoren
Eine typische Anwendung des Fluke Calibration 5618B ist die Vergleichskalibrierung industrieller Widerstandsthermometer.
Referenzfühler und Prüfling werden möglichst nahe beieinander in einer stabilen Temperaturquelle positioniert. Nach ausreichender Stabilisierung wird der Referenzwert des 5618B mit der Anzeige oder dem Widerstandswert des Prüflings verglichen.
Durch mehrere Temperaturpunkte können Kennlinienabweichung, Wiederholbarkeit und gegebenenfalls Hysterese des Prüflings beurteilt werden.
Der große Bereich bis 500 °C ermöglicht dabei die Prüfung vieler industrieller Pt100 und RTD Anwendungen mit einem einzigen Referenzfühler.
Kalibrierung von Infrarot Temperaturquellen
Eine besondere Anwendung des Fluke Calibration 5618B ist die Kalibrierung bestimmter Infrarot Temperaturquellen.
Fluke nennt ausdrücklich die Infrarotkalibratoren 9132 und 9133 als Geräte, deren Schwarzkörper Temperaturquellen mit diesem Fühlertyp kalibriert werden können. Die IR Quellen wurden laut Hersteller für diese Art der Referenzmessung ausgelegt.
Dadurch lässt sich der 5618B nicht nur für klassische Kontaktthermometer, sondern auch zur messtechnischen Überprüfung entsprechender Infrarot Kalibrierquellen einsetzen.
Geeignete Temperaturanzeigen
Fluke Calibration empfiehlt den 5618B unter anderem in Verbindung mit den Temperaturanzeigen 1523, 1524, 1502A, 1529 und 1560.
Bei der Zusammenstellung eines Referenzsystems muss berücksichtigt werden, dass die Gesamtmessunsicherheit nicht allein vom Fühler bestimmt wird.
Auch die Widerstandsmessung der Anzeige, die Kalibrierung des Gesamtmesssystems, die Stabilität und Homogenität der Temperaturquelle, die Eintauchtiefe und die Wiederholbarkeit tragen zur Messunsicherheit bei.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl einer geeigneten Kombination aus Sensor und Temperaturanzeige.
Kalibrierservice von europascal
Neben hochwertigen Referenztemperaturfühlern bietet europascal umfassende Dienstleistungen zur messtechnischen Rückführung von Temperaturmessgeräten.
Über den europascal Kalibrierservice können Temperaturfühler, Widerstandsthermometer, Temperaturanzeigen, Temperaturkalibratoren und weitere Messmittel regelmäßig überprüft und kalibriert werden.
Die regelmäßige Rekalibrierung eines Referenzfühlers hilft dabei, Veränderungen seiner Kennlinie und langfristige Drift frühzeitig zu erkennen. Dies ist besonders wichtig, wenn der Fluke Calibration 5618B als Arbeitsnormal in einem Qualitätsmanagementsystem oder Kalibrierlabor eingesetzt wird.
Warum den Fluke Calibration 5618B wählen?
Der Fluke Calibration 5618B verbindet eine schlanke und robuste industrielle Bauform mit der messtechnischen Leistungsfähigkeit eines hochwertigen Sekundärnormals.
Der Bereich von minus 200 °C bis 500 °C ermöglicht vielfältige Temperaturkalibrierungen. Der geringe Durchmesser von 3,2 mm sorgt für ein schnelles Ansprechverhalten und reduziert gleichzeitig Wärmeableitfehler bei geringer Eintauchtiefe.
Besonders wertvoll ist die akkreditierte Kalibrierung mit individuellen ITS 90 Koeffizienten. Dadurch kann die tatsächliche Kennlinie des konkreten Sensors bei der Temperaturbestimmung berücksichtigt werden.
Drei verfügbare Längen und zahlreiche Anschlussvarianten ermöglichen außerdem die Anpassung an unterschiedliche Kalibrierplätze.
Typische Kalibrieranwendungen mit dem Fluke Calibration 5618B
Der Fluke Calibration 5618B eignet sich besonders für die Kalibrierung von Pt100 Sensoren, industriellen RTD Fühlern, Präzisionsthermometern, Temperaturtransmittern, Temperaturanzeigen und Datenloggern.
Weitere Anwendungen umfassen Vergleichsmessungen in Flüssigkeitsbädern, Messungen in geeigneten Trockenblock Kalibratoren sowie die Überprüfung der Fluke Calibration Infrarot Temperaturquellen 9132 und 9133.
Damit ist der Fluke Calibration 5618B eine vielseitige Lösung für Kalibrierlabore, Qualitätssicherung, Forschung, Produktion und industrielle Temperaturmesstechnik.
Weitere Produkte von Fluke Calibration finden Sie hier.
Herstellerinformationen zum Fluke Calibration 5618B finden Sie auf der offiziellen Webseite von Fluke Calibration. Fluke Calibration 5618B Herstellerinformationen





