Der Fluke Calibration RUSKA 7615 ist ein automatischer hydraulischer Hochdruckcontroller für die präzise Prüfung und Kalibrierung von Drucksensoren, Drucktransmittern und weiteren Hochdruckmessgeräten. Das System wurde speziell für Anwendungen entwickelt, bei denen sehr hohe Flüssigkeitsdrücke reproduzierbar, automatisiert und mit hoher Geschwindigkeit erzeugt werden müssen. Mit Druckbereichen bis 275 MPa beziehungsweise 2.750 bar oder 40.000 psi eignet sich der RUSKA 7615 besonders für industrielle Hochdruckkalibrierungen, Forschung, Entwicklung, Produktion und automatisierte Dauerprüfungen.
Der Fluke Calibration RUSKA 7615 arbeitet mit einem pneumatisch hydraulischen Druckverstärker. Eine externe Druckluftversorgung treibt das System an, während der eigentliche Prüfdruck hydraulisch erzeugt wird. Fluke Calibration verwendet dafür pulsweitenmodulierte Ventile und einen speziellen Druckverstärker, der eine automatische Regelung bis 275 MPa ermöglicht. Dadurch können Hochdruckkalibrierungen automatisiert werden, die ansonsten häufig manuell mit Druckwaagen, Hochdruckpumpen oder Komparatoren durchgeführt werden.
Ein besonderer Vorteil ist die Kombination aus großem Druckbereich, automatischer Regelung und hoher Medienflexibilität. Der Hersteller nennt eine Vielzahl geeigneter Flüssigkeiten als Druckmedium. Dazu gehören verschiedene Öle, Hydraulikflüssigkeiten und Fluorkohlenstoffflüssigkeiten. Damit kann der RUSKA 7615 an unterschiedliche Prüflinge und Anwendungen angepasst werden.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl einer geeigneten Konfiguration des Fluke Calibration RUSKA 7615 sowie bei Fragen zu Druckbereichen, Anschlusstechnik, Kalibrierung und Integration in bestehende Prüfplätze. Für die messtechnische Rückführung Ihrer Druckmessgeräte steht Ihnen außerdem der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
Wichtig für die Produktdarstellung im Onlineshop: Der Fluke Calibration RUSKA 7615 ist laut aktueller Herstellerseite abgekündigt beziehungsweise reklassifiziert. Die Produktseite und technische Dokumentation werden von Fluke Calibration weiterhin bereitgestellt. Dies sollte auf der WooCommerce Produktseite transparent angegeben werden.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Automatischer hydraulischer Hochdruckcontroller
- Druckbereiche bis 275 MPa beziehungsweise 2.750 bar
- Maximaler Druckbereich bis 40.000 psi
- Sechs grundlegende Hochdruckbereiche verfügbar
- Messpräzision bis 0,01 Prozent des Bereichsendwerts
- Automatische Druckregelung
- Regelstabilität bis 0,01 Prozent des Bereichsendwerts
- Pneumatisch hydraulischer Druckverstärker
- Pulsweitenmodulierte Regelventile
- Schnellmodus für zeitkritische Prüfungen
- Automatische Zyklusprüfung
- Geeignet für Ermüdungs und Lebensdauerprüfungen
- Sweep Funktion für definierte Druckzyklen
- Step Up und Step Down Funktion
- Bis zu 20 interne Prüfprogramme speicherbar
- Insgesamt bis zu 1.000 Programmschritte
- Dual Sensor Option
- Dreifachbereichsoption
- Bis zu sechs Druckbereiche in einem Gerät
- RS232 und IEEE 488 Schnittstellen
- SCPI Kommunikationsprotokoll
- LabVIEW Treiber verfügbar
- Kompatibel mit COMPASS for Pressure
- Breite Auswahl geeigneter Flüssigkeitsmedien
- Tischaufstellung oder 19 Zoll Rackmontage möglich
Die automatische Regelung und die integrierten Prüfprogramme machen den RUSKA 7615 nicht nur zu einem Druckkalibrator, sondern auch zu einem leistungsfähigen System für automatisierte Hochdruckprüfungen.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Der Fluke Calibration RUSKA 7615 eignet sich insbesondere für Anwendungen, bei denen sehr hohe Drücke mit Flüssigkeiten erzeugt werden müssen. Der maximale Arbeitsbereich von 275 MPa beziehungsweise 2.750 bar eröffnet Einsatzmöglichkeiten weit oberhalb klassischer pneumatischer Druckcontroller.
Typische Anwendungen sind:
- Kalibrierung von Hochdrucktransmittern
- Kalibrierung von Hochdrucksensoren
- Prüfung von Druckmessumformern
- Kalibrierung digitaler Hochdruckmanometer
- Produktionsprüfung von Drucksensoren
- Lebensdauerprüfung von Drucksensoren
- Ermüdungsprüfung unter wechselnder Druckbelastung
- Prüfung von Common Rail Drucksensoren
- Prüfung von Sensoren für Bremssysteme
- Prüfung von Drucksensoren für Öl und Gas Anwendungen
- Charakterisierung von Druck und Temperatursensoren
- Luftfahrt und Raumfahrt
- Automobilindustrie
- Forschung und Entwicklung
- Qualitätssicherung
- Automatisierte Hochdruckprüfstände
Fluke nennt insbesondere die Fertigung von Kraftstoffdrucksensoren, Sensoren für Bremssysteme sowie Drucksensoren für Bohrlochwerkzeuge als typische Anwendungen. Auch Anwendungen in der Luftfahrt und Raumfahrt sowie in industriellen automatisierten Prüfständen gehören zum Einsatzspektrum.
Flexible Erweiterbarkeit
Der Fluke Calibration RUSKA 7615 kann mit verschiedenen Druckbereichen konfiguriert werden. Die grundlegenden Bereichsendwerte sind:
40 MPa beziehungsweise 400 bar
70 MPa beziehungsweise 700 bar
100 MPa beziehungsweise 1.000 bar
140 MPa beziehungsweise 1.400 bar
200 MPa beziehungsweise 2.000 bar
275 MPa beziehungsweise 2.750 bar.
Zusätzlich steht eine Dual Sensor Option zur Verfügung. Dabei können zwei unterschiedliche Drucksensoren in einem Gerät kombiniert werden. Für den Hochdrucksensor kann einer der verfügbaren Bereiche gewählt werden. Beim Niederdrucksensor sind die Bereiche bis einschließlich 140 MPa verfügbar.
Noch flexibler wird das System mit der Triple Range Option. Jeder Sensor kann dann drei abgestufte Messbereiche bereitstellen. Bei einer Dual Sensor Konfiguration lassen sich dadurch bis zu sechs Druckbereiche in einem einzigen RUSKA 7615 realisieren.
Beispielsweise bietet die 70 MPa Ausführung mit Triple Range die Bereiche 20 MPa, 40 MPa und 70 MPa. Bei der 275 MPa Variante stehen 80 MPa, 180 MPa und 275 MPa zur Verfügung. Dadurch kann die messtechnische Leistungsfähigkeit besser an unterschiedliche Prüflinge angepasst werden.
Technische Highlights
Die Präzision des Fluke Calibration RUSKA 7615 hängt vom gewählten Druckbereich ab.
Für Bereiche bis 140 MPa beziehungsweise 1.400 bar spezifiziert Fluke Calibration eine Messpräzision von:
0,01 Prozent des Bereichsendwerts
Die Einjahresstabilität beträgt ebenfalls 0,01 Prozent des Bereichsendwerts. Die angegebene Gesamtunsicherheit beträgt 0,015 Prozent des Bereichsendwerts pro Jahr.
Für Druckbereiche oberhalb von 140 MPa gilt:
0,02 Prozent des Bereichsendwerts Präzision
0,02 Prozent des Bereichsendwerts Stabilität pro Jahr
Die Gesamtunsicherheit beträgt dabei 0,028 Prozent des Bereichsendwerts pro Jahr.
Die automatische Regelung erreicht bis 140 MPa eine maximale Regelabweichung von 0,01 Prozent des Bereichsendwerts. Bei den höheren Bereichen beträgt sie maximal 0,02 Prozent des Bereichsendwerts.
Der RUSKA 7615 besitzt zudem einen besonderen Schnellmodus. Die aktuelle Herstellerseite nennt für diesen Fast Control Mode ein Erreichen des Sollwertes in typischerweise fünf Sekunden oder weniger bei einem Prüfvolumen von 50 cm³. Die tatsächliche Regelzeit hängt jedoch stark von Druckänderung, Medium, Prüfvolumen, Leitungsgeometrie und Prüfling ab. Das ältere technische Datenblatt nennt für bestimmte 10 Prozent Schritte unter der spezifizierten Regelbedingung längere Zeiten. Für SEO Texte sollte deshalb nicht pauschal eine feste Regelzeit für jede Anwendung versprochen werden.
Automatische Prüf und Kalibrierprogramme
Der Fluke Calibration RUSKA 7615 bietet zahlreiche Funktionen zur Automatisierung.
Mit der Step Up und Step Down Funktion kann eine frei definierbare Druckschrittweite vorgegeben werden. Anschließend lässt sich der Druck mit einem Tastendruck um diesen Wert erhöhen oder reduzieren.
Die Sweep Funktion ermöglicht wiederholte Druckzyklen zwischen definierten Start und Endwerten. Dies ist beispielsweise zur Vorbelastung eines Prüflings oder für reproduzierbare Belastungszyklen hilfreich.
Zusätzlich besitzt der RUSKA 7615 einen Cyclic Mode. Dieser ist speziell für Ermüdungsprüfungen und wiederholte Druckbelastungen vorgesehen. Der Anwender definiert den maximalen Druck, die Anzahl der Zyklen, die Änderungsgeschwindigkeit und die Verweilzeiten. Anschließend führt der Controller die Zyklen automatisch aus.
Bis zu 20 benutzerdefinierte Programme können im internen Speicher hinterlegt werden. Insgesamt stehen bis zu 1.000 Programmschritte zur Verfügung. Dadurch können häufig benötigte Prüfverfahren direkt im Gerät gespeichert werden.
Flexible Auswahl des Druckmediums
Ein wichtiger Vorteil des Fluke Calibration RUSKA 7615 ist die hohe Medienkompatibilität. Laut Fluke können nahezu beliebige geeignete Flüssigkeiten als Druckmedium eingesetzt werden.
Der Hersteller nennt beispielsweise:
- Dioctylsebacat Öl
- Monoplex DOS Öl
- Silikonöl
- Hydraulikflüssigkeit gemäß MIL Spezifikationen
- SKYDROL
- Automatikgetriebeöl
- Fluorinert FC 77
- Fluorinert FC 70
Für andere Flüssigkeiten empfiehlt Fluke eine Prüfung der jeweiligen Anwendung und Medienverträglichkeit.
Diese Flexibilität kann bei Prüflingen wichtig sein, die aus Sicherheitsgründen, wegen Materialverträglichkeit oder aufgrund ihrer späteren Anwendung mit einem bestimmten Flüssigkeitsmedium geprüft werden müssen.
Automatisierung und Schnittstellen
Der Fluke Calibration RUSKA 7615 ist für die Integration in automatisierte Hochdruckprüfstände ausgelegt.
Serienmäßig stehen RS232 und IEEE 488 zur Verfügung. Die Fernsteuerung verwendet das SCPI Protokoll, wodurch die Einbindung in kundenspezifische Softwarelösungen erleichtert wird.
Ein LabVIEW Treiber ist ebenfalls verfügbar. Für umfangreiche automatisierte Kalibrierungen kann außerdem COMPASS for Pressure eingesetzt werden. Die Software ermöglicht die automatische Durchführung von Druckkalibrierungen sowie die Verwaltung, Auswertung und Dokumentation der Kalibrierergebnisse.
Damit kann der RUSKA 7615 sowohl als eigenständiger Hochdruckcontroller als auch als Bestandteil eines vollautomatischen Produktions oder Kalibriersystems eingesetzt werden.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Fluke Calibration RUSKA |
| Modell | 7615 |
| Geräteart | Hydraulischer Hochdruckcontroller |
| Maximaler Druckbereich | 275 MPa |
| Maximaler Druck in bar | 2.750 bar |
| Maximaler Druck in psi | 40.000 psi |
| Standardbereiche | 40, 70, 100, 140, 200 und 275 MPa |
| Messpräzision bis 140 MPa | 0,01 % vom Bereichsendwert |
| Messpräzision über 140 MPa | 0,02 % vom Bereichsendwert |
| Gesamtunsicherheit bis 140 MPa | 0,015 % FS pro Jahr |
| Gesamtunsicherheit über 140 MPa | 0,028 % FS pro Jahr |
| Regelstabilität bis 140 MPa | max. 0,01 % FS |
| Regelstabilität über 140 MPa | max. 0,02 % FS |
| Niedrigster geregelter Druck beim Abregeln | 2,7 MPa beziehungsweise 27 bar |
| Entlüftung | bis 0 bar möglich |
| Dual Sensor | Optional |
| Triple Range | Optional |
| Maximale Anzahl Druckbereiche | 6 |
| Prüfprogramme | bis zu 20 |
| Programmschritte | insgesamt bis zu 1.000 |
| Druckmedium | Geeignete Flüssigkeiten |
| Pneumatische Versorgung | 6,9 bis 7,5 bar trockene Luft |
| Schnittstellen | RS232 und IEEE 488 |
| Protokoll | SCPI |
| Software | LabVIEW und COMPASS for Pressure |
| Prüfanschluss | Autoclave F250C |
| Versorgung | 110 oder 220 V AC, 50 oder 60 Hz |
| Betriebstemperatur | minus 18 °C bis 50 °C |
| Lagertemperatur | minus 20 °C bis 50 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Abmessungen | ca. 35,5 × 43 × 66 cm |
| Gewicht | ca. 68 kg |
| Einbau | Tischgerät oder 19 Zoll Rack |
Die technischen Daten basieren auf dem offiziellen Datenblatt der RUSKA Serie 7615.
Warum den Fluke Calibration RUSKA 7615 wählen?
Der Fluke Calibration RUSKA 7615 bietet eine außergewöhnliche Kombination aus hohem hydraulischem Druckbereich, automatischer Regelung und flexiblen Prüfprogrammen. Mit maximal 2.750 bar eignet sich das Gerät für Anwendungen, die weit über den Bereich klassischer pneumatischer Druckcontroller hinausgehen.
Besonders interessant ist die Möglichkeit, bis zu sechs Druckbereiche innerhalb einer Dual Sensor und Triple Range Konfiguration abzudecken. Dadurch kann ein einzelnes System verschiedene Prüflinge mit unterschiedlichen Hochdruckmessbereichen bedienen.
Die automatischen Cycle und Sweep Funktionen machen den RUSKA 7615 außerdem zu einer leistungsfähigen Lösung für wiederkehrende Belastungs und Ermüdungsprüfungen. Gerade in der Sensorfertigung kann der Controller dadurch nicht nur zur Kalibrierung, sondern auch für Produktions und Lebensdauertests eingesetzt werden.
Die große Auswahl geeigneter Flüssigkeitsmedien erweitert die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich. Je nach Prüfling können verschiedene Hydrauliköle oder andere kompatible Flüssigkeiten verwendet werden.
Über die digitalen Schnittstellen lässt sich der Controller zudem in automatisierte Prüfplätze integrieren. Damit eignet sich das System sowohl für professionelle Kalibrierlaboratorien als auch für Entwicklungs und Produktionsumgebungen.
europascal unterstützt Sie bei Fragen zum Fluke Calibration RUSKA 7615, zu möglichen Ersatzlösungen und zur Hochdruckkalibrierung. Da das Modell laut Fluke inzwischen abgekündigt ist, sollte bei Neuprojekten geprüft werden, welche aktuelle Fluke Calibration Lösung die jeweilige Anwendung am besten ersetzt.
Für die messtechnische Rückführung Ihrer Druckmessgeräte und Kalibrierstandards steht Ihnen der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
Typische Kalibrieranwendungen mit dem Fluke Calibration RUSKA 7615
Bei der Kalibrierung eines Hochdrucksensors wird der Prüfling mit dem hydraulischen Prüfanschluss des RUSKA 7615 verbunden. Der gewünschte Druckwert wird anschließend über das Bedienfeld oder eine Fernsteuerung vorgegeben. Das System erzeugt den Hochdruck automatisch und regelt ihn auf den Sollwert.
Für eine klassische Kalibrierreihe können mehrere steigende und fallende Druckpunkte vorgegeben werden. Das Ausgangssignal des Prüflings wird mit einem geeigneten elektrischen Messsystem erfasst und mit dem Referenzdruck des RUSKA 7615 verglichen.
In der Produktionsprüfung können Drucksensoren automatisiert über zahlreiche Punkte oder Zyklen geprüft werden. Besonders bei Common Rail Sensoren, Bremssystemen oder anderen Hochdruckanwendungen reduziert die automatische Regelung den manuellen Aufwand erheblich.
Für Lebensdauerprüfungen bietet der Cycle Mode zusätzliche Möglichkeiten. Der Prüfling kann über eine definierte Anzahl von Zyklen wiederholt zwischen zwei Belastungszuständen beaufschlagt werden. Druckanstiegsrate und Verweilzeiten lassen sich dabei definieren.
Damit eignet sich der Fluke Calibration RUSKA 7615 sowohl für klassische Hochdruckkalibrierungen als auch für automatisierte Belastungs und Produktionsprüfungen.
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Herstellerinformationen zum Fluke Calibration RUSKA 7615 finden Sie auf der offiziellen Webseite von Fluke Calibration.






