Das Fluke Calibration molbox1+ ist ein hochpräzises Massedurchfluss Messsystem für die professionelle Kalibrierung und Prüfung von Gasdurchflussmessgeräten. In Verbindung mit den laminar arbeitenden molbloc L und den sonic arbeitenden molbloc S Durchflusselementen entsteht ein leistungsfähiges Referenzsystem für Gasdurchflusskalibrierungen mit sehr niedriger Messunsicherheit. Damit eignet sich das Fluke Calibration molbox1+ besonders für Kalibrierlabore, Qualitätssicherung, Forschung, Entwicklung, Produktion und anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
Mit Premiumkalibrierungen von molbloc L und molbloc S Elementen erreicht das Fluke Calibration molbox1+ eine Messunsicherheit bei Massedurchflussmessungen von bis zu ±0,125 % vom Messwert. Je nach eingesetztem molbloc Element lassen sich Durchflussbereiche von weniger als 1 sccm bis über 5.000 slm abdecken. Fluke beschreibt das System außerdem als geeignet für die Kalibrierung praktisch aller Arten von Gasdurchflussmessgeräten in einem Bereich von ungefähr 1 sccm bis 6.000 slm.
Das molbox1+ ist dabei nicht selbst das eigentliche Durchflusselement. Die Durchflussmessung entsteht durch die Kombination aus molbox1+ und einem geeigneten molbloc. Das molbox1+ erfasst die für das jeweilige Element relevanten Drücke und verarbeitet diese zusammen mit den gespeicherten Kalibrierdaten des molbloc zu einem Massedurchflusswert. Dadurch kann das gleiche Terminal mit verschiedenen molbloc Elementen kombiniert und an unterschiedliche Durchflussbereiche angepasst werden.
Eine besondere Stärke ist die Möglichkeit, sowohl molbloc L als auch molbloc S einzusetzen. Dadurch kann ein Kalibrierlabor unterschiedliche Durchflussbereiche und Betriebsbedingungen mit einer gemeinsamen Plattform abdecken. Das System unterstützt zudem Hochdruckanwendungen, wodurch der nutzbare Durchflussbereich weiter erweitert werden kann.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl geeigneter molbloc Elemente, bei der Konfiguration bestehender molbox1+ Systeme sowie bei Fragen zur Migration auf das aktuelle molbox2 System.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Massedurchfluss Messsystem für professionelle Gasdurchflusskalibrierungen
- Messunsicherheit bis ±0,125 % vom Messwert
- Kompatibel mit molbloc L
- Kompatibel mit molbloc S
- Durchflussbereiche von unter 1 sccm bis über 5.000 slm
- Geeignet für zahlreiche unterschiedliche Gasarten
- Echtzeitmessung mit einer Messrate von einer Sekunde
- Für niedrige und hohe Durchflussbereiche einsetzbar
- Hochdruckbetrieb erweitert den nutzbaren Durchflussbereich
- Austauschbare molbloc Durchflusselemente
- Rückführbare Kalibrierungen für verschiedene Gase und Betriebsdrücke
- RS232 COM1 Schnittstelle
- RS232 COM2 Schnittstelle
- IEEE 488.2 Schnittstelle
- Optionales MFC Control Interface
- Steuerung und Messung analoger MFC Signale
- Unterstützt COMPASS for Flow
- Geeignet für automatisierte Kalibrierplätze
- Robustes pneumatisches Design
- Kompakte Tischgerätebauform
- Gewicht von maximal etwa 6,8 kg
- Für Kalibrierlabor, Produktion und Qualitätssicherung
Fluke gibt für das molbox1+ eine Messrate von 1 Sekunde an. Die verfügbaren Schnittstellen sind RS232 COM1, RS232 COM2 und IEEE 488.2.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Das Fluke Calibration molbox1+ wurde für Anwendungen entwickelt, bei denen Gasdurchflüsse mit niedriger Messunsicherheit und hoher Reproduzierbarkeit bestimmt werden müssen.
Typische Einsatzbereiche sind akkreditierte Kalibrierlabore, Werkskalibrierlabore, Hersteller von Massedurchflussmessern, Halbleiterindustrie, Pharmaindustrie, Prozessindustrie, Forschung und Entwicklung sowie industrielle Qualitätssicherung.
Zu den typischen Prüflingen gehören Mass Flow Controller, Massedurchflussmesser, Schwebekörper Durchflussmesser, thermische Durchflussmesser und weitere Geräte zur Messung oder Regelung von Gasdurchflüssen.
Durch die Kombination mit unterschiedlichen molbloc Elementen lässt sich ein einzelnes molbox1+ Terminal flexibel für sehr unterschiedliche Prüflinge verwenden.
Dies reduziert den Bedarf an mehreren voneinander unabhängigen Referenzsystemen und ermöglicht einen modularen Aufbau des Durchflusskalibrierplatzes.
Flexible Erweiterbarkeit
Das Fluke Calibration molbox1+ wurde als modulares Durchflussmesssystem entwickelt.
Fluke bietet beziehungsweise bot unterschiedliche Ausführungen des Terminals an. Das molbox1+ A700K ist für einen maximalen Absolutdruck von 700 kPa beziehungsweise 100 psia ausgelegt und unterstützt molbloc L sowie molbloc S. Das molbox1+ A350K arbeitet bis 350 kPa beziehungsweise 50 psia und unterstützt ebenfalls beide molbloc Typen.
Daneben existiert die Hochdruck beziehungsweise Sonic Variante molbox1+S. Die Modelle molbox1+S A2M und A1.4M wurden speziell für molbloc S Elemente entwickelt und unterstützen höhere Betriebsdrücke.
Dadurch konnte die molbox Plattform an unterschiedliche Anforderungen vom niedrigen Durchfluss bis zu höheren Durchflüssen und Betriebsdrücken angepasst werden.
Technische Highlights
Eine der wichtigsten Spezifikationen des Fluke Calibration molbox1+ ist die sehr niedrige Messunsicherheit.
Mit molbloc L und molbloc S Elementen mit Premiumkalibrierung nennt Fluke eine Unsicherheit der Massedurchflussmessung von ±0,125 % vom Messwert.
Die Durchflussbereiche hängen vom verwendeten molbloc Element ab. Fluke spezifiziert für das Gesamtsystem Werte von unter 1 sccm bis über 5.000 slm. In der Produktübersicht wird der nutzbare Kalibrierbereich mit ungefähr 1 sccm bis 6.000 slm beschrieben.
Das molbox1+ kann dabei zahlreiche unterschiedliche Gase verarbeiten. Fluke nennt unter anderem Stickstoff, Luft, Argon, Kohlenmonoxid, Helium, Sauerstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff, Methan, Propan, Schwefelhexafluorid und Xenon. Die tatsächliche Messunsicherheit hängt dabei von der vorhandenen Kalibrierung des jeweiligen molbloc Elements für das verwendete Gas ab.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Fluke Calibration |
| Modell | molbox1+ |
| Geräteart | Massedurchfluss Messsystem |
| Referenzelemente | molbloc L und molbloc S |
| Beste Messunsicherheit | ±0,125 % vom Messwert |
| Durchflussbereich | unter 1 sccm bis über 5.000 slm |
| Erweiterter Anwendungsbereich | bis etwa 6.000 slm abhängig vom molbloc |
| Messrate | 1 Sekunde |
| molbox1+ A700K | bis 700 kPa absolut |
| molbox1+ A350K | bis 350 kPa absolut |
| Schnittstellen | RS232 COM1, RS232 COM2, IEEE 488.2 |
| Druckanschlüsse | Schnellkupplungen entsprechend Swagelok QM Serie |
| Betriebsspannung | 85 bis 264 V AC |
| Netzfrequenz | 47 bis 440 Hz |
| Maximale Leistungsaufnahme | 18 VA |
| Betriebstemperatur | 15 °C bis 30 °C |
| Lagertemperatur | minus 20 °C bis 70 °C |
| Gewicht | maximal ca. 6,8 kg |
| Abmessungen B × H × T | ca. 32 × 12 × 30 cm |
| Softwareunterstützung | COMPASS for Flow |
| MFC Steueroption | optional |
| Produktstatus | nicht mehr hergestellt |
| Nachfolgemodell | molbox2 |
Die allgemeinen Gerätedaten werden von Fluke mit 85 bis 264 V AC Versorgung, maximal 18 VA Leistungsaufnahme, 15 °C bis 30 °C normalem Betriebsbereich und maximal 6,8 kg Gewicht angegeben.
Messung mit molbloc L
Die molbloc L Elemente arbeiten nach dem Prinzip der laminaren Gasströmung.
Das Gas strömt durch ein speziell charakterisiertes Element. Der entstehende Druckabfall wird zusammen mit weiteren Messgrößen ausgewertet und zur Berechnung des Massedurchflusses verwendet.
Das Fluke Calibration molbox1+ übernimmt dabei die hochpräzise Differenzdruck und Absolutdruckmessung und verarbeitet die im molbloc gespeicherten Kalibrierdaten.
Dadurch entsteht ein Durchflussnormal, das flexibel auf unterschiedliche Durchflussbereiche angepasst werden kann.
Für niedrigere und mittlere Durchflussbereiche bietet das molbloc L Konzept eine besonders interessante Kombination aus großer Bereichsabdeckung und niedriger Messunsicherheit.
Messung mit molbloc S
Das Fluke Calibration molbox1+ unterstützt zusätzlich molbloc S Elemente.
molbloc S basiert auf einem Sonic beziehungsweise kritischen Durchflussprinzip. Bei geeigneten Druckverhältnissen erreicht das Gas im kritischen Querschnitt Schallgeschwindigkeit.
Dadurch wird der Massedurchfluss in hohem Maße durch die Eintrittsbedingungen und die Geometrie des Elements bestimmt.
Die Kombination aus molbox1+ und molbloc S ermöglicht insbesondere höhere Durchflüsse beziehungsweise Anwendungen unter erhöhtem Druck.
Die spezielle molbox1+S Ausführung erweitert diese Möglichkeiten noch weiter und wurde ausschließlich für molbloc S Elemente angeboten.
Unterschiedliche Gase kalibrieren
Ein großer Vorteil des Fluke Calibration molbox1+ liegt in der Möglichkeit, unterschiedliche Gase zu messen.
Zu den von Fluke genannten Gasen gehören beispielsweise Stickstoff, Luft, Argon, Helium, Sauerstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff, Methan, Distickstoffoxid, Propan und Schwefelhexafluorid.
Für hochwertige Messungen ist jedoch entscheidend, dass das verwendete molbloc für das entsprechende Gas und die vorgesehenen Betriebsbedingungen kalibriert ist.
Dadurch können reale Prozessbedingungen besser abgebildet werden als bei einer einfachen Umrechnung eines einzigen Referenzgases.
Gerade in Halbleiterindustrie, Forschung und Prozessmesstechnik ist dies ein wichtiger Vorteil.
MFC Control Option
Für die Kalibrierung von Mass Flow Controllern war das Fluke Calibration molbox1+ optional mit einer integrierten MFC Control Option erhältlich.
Diese Erweiterung ermöglicht das Einstellen und Auslesen analoger Spannungs und Stromsignale von Mass Flow Controllern.
Die entsprechende Elektronik wird direkt im molbox1+ eingebaut. Der Anschluss befindet sich auf der Rückseite des Gerätes. Fluke lieferte die Option mit MFC Kabel und Anschlussset.
Dadurch kann das molbox1+ nicht nur den Referenzdurchfluss messen, sondern zusätzlich in einen vollständigen MFC Kalibrierplatz integriert werden.
Automatisierung mit COMPASS for Flow
Das Fluke Calibration molbox1+ kann mit der Software COMPASS for Flow kombiniert werden.
Damit lassen sich Durchflusskalibrierungen automatisieren, Prüflinge verwalten, Messpunkte abarbeiten und Ergebnisse dokumentieren.
Fluke nennt COMPASS for Flow ausdrücklich als Bestandteil seines Software und Hardwareangebots für vollständige Gasdurchfluss Kalibriersysteme auf Basis des molbox1+.
Dies ist insbesondere bei wiederkehrenden Mehrpunktkalibrierungen von Mass Flow Controllern und Massedurchflussmessern interessant.
Eine automatisierte Prüfung reduziert den manuellen Bedienaufwand und unterstützt reproduzierbare Prüfabläufe.
Rückführbare Durchflusskalibrierung
Ein wesentlicher Bestandteil des molbloc und molbox Konzepts ist die rückführbare Kalibrierung der verwendeten Durchflusselemente.
Der tatsächliche Referenzwert wird nicht ausschließlich aus einer theoretischen Geometrie berechnet. Das jeweilige molbloc Element besitzt individuelle Kalibrierdaten.
Fluke bietet Kalibrierungen für verschiedene Gase und Betriebsdrücke an. Dadurch können unterschiedliche reale Einsatzbedingungen berücksichtigt werden.
Für professionelle Kalibrierlabore ist diese Rückführung entscheidend, da nur so die erforderliche Messunsicherheit für den jeweiligen Durchflussbereich und das verwendete Gas bewertet werden kann.
Kalibrierservice von europascal
Neben hochwertigen Durchflussnormalen bietet europascal umfangreiche Dienstleistungen rund um die Kalibrierung und messtechnische Rückführung.
Über den europascal Kalibrierservice können unterschiedliche Messgeräte und Kalibriereinrichtungen regelmäßig überprüft und kalibriert werden.
europascal unterstützt Sie außerdem bei bestehenden molbox1+ und molbloc Systemen, bei der Auswahl geeigneter Durchflusselemente sowie bei der Planung moderner Durchflusskalibrierplätze.
Gerade bei einer vorhandenen molbox1+ Installation ist eine genaue Prüfung der eingesetzten molbloc Elemente, der vorhandenen Kalibrierungen und der gewünschten zukünftigen Messbereiche sinnvoll.
Warum das Fluke Calibration molbox1+ wählen?
Das Fluke Calibration molbox1+ war über viele Jahre eine leistungsfähige Plattform für hochwertige Gasdurchflusskalibrierungen.
Die Kombination aus modularen molbloc Elementen und einem gemeinsamen Auswertegerät ermöglicht die Abdeckung eines sehr großen Durchflussbereichs mit niedriger Messunsicherheit.
Besonders die spezifizierte Unsicherheit bis ±0,125 % vom Messwert, die Unterstützung zahlreicher Gase und die Möglichkeit, sowohl molbloc L als auch molbloc S einzusetzen, machen das System auch heute noch für bestehende Kalibrierplätze relevant.
Hinzu kommen die Möglichkeit zur Automatisierung mit COMPASS for Flow und die optionale MFC Steuerung.
Für neue Anlagen ist jedoch zu berücksichtigen, dass Fluke Calibration das molbox1+ inzwischen als nicht mehr hergestellt kennzeichnet. Als aktuelles Nachfolgesystem empfiehlt Fluke das molbox2 Massedurchfluss Messsystem.
Typische Kalibrieranwendungen mit dem Fluke Calibration molbox1+
Das Fluke Calibration molbox1+ eignet sich insbesondere für die Kalibrierung von Mass Flow Controllern, Massedurchflussmessern, thermischen Durchflussmessern, Schwebekörper Durchflussmessern und weiteren Gasdurchflussmessgeräten.
Durch die Auswahl unterschiedlicher molbloc L und molbloc S Elemente können sehr kleine bis sehr große Durchflussbereiche abgedeckt werden.
Typische Einsatzgebiete finden sich in Kalibrierlaboren, Halbleiterindustrie, Pharmaindustrie, Forschung, Prozessindustrie, Gasmesstechnik und Qualitätssicherung.
Mit geeigneter Software und Zubehör kann das System vom manuell bedienten Durchflussnormal bis zu einem weitgehend automatisierten Kalibrierplatz ausgebaut werden.
Damit bleibt das Fluke Calibration molbox1+ insbesondere für vorhandene molbloc Installationen eine leistungsfähige Lösung für professionelle Gasdurchflusskalibrierungen.
Weitere Produkte von Fluke Calibration finden Sie hier.
Herstellerinformationen zum Fluke Calibration molbox1+ finden Sie auf der offiziellen Webseite von Fluke Calibration.



