Der Fluke Calibration 729 ist ein automatischer Druckkalibrator für die effiziente Prüfung, Kalibrierung und Dokumentation von Drucktransmittern, Druckschaltern und weiteren Geräten der Prozessmesstechnik. Das Besondere ist die integrierte automatische Druckerzeugung und Druckregelung. Der Anwender gibt den gewünschten Druckwert ein und der Fluke Calibration 729 erzeugt, regelt und stabilisiert diesen selbstständig. Je nach Ausführung stehen Druckbereiche bis 2 bar, 10 bar oder 20 bar zur Verfügung.
Damit unterscheidet sich der Fluke Calibration 729 deutlich von klassischen Handkalibratoren, bei denen der Prüfdruck über eine manuelle Handpumpe erzeugt und anschließend mechanisch fein eingestellt werden muss. Beim Fluke Calibration 729 übernimmt die interne Regelung diese Arbeit. Selbst kleinere Undichtigkeiten in Schläuchen und Prüfaufbauten können durch die automatische Feineinstellung teilweise kompensiert werden, um einen stabilen Prüfdruck bereitzustellen.
Neben der Druckmessung bietet das Gerät umfangreiche Funktionen für elektrische Prozesssignale. Der Fluke Calibration 729 kann Ströme von 0 bis 24 mA messen, ausgeben und simulieren, Gleichspannungen bis 30 V messen und eine 24 V Schleifenspannungsversorgung bereitstellen. Hinzu kommen integrierte HART Kommunikationsfunktionen sowie eine automatische Dokumentation der Kalibrierergebnisse.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Ausführung und des geeigneten Zubehörs für Ihre Druckkalibrieraufgaben.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Automatische Druckerzeugung und Druckregelung
- Druckbereiche bis 2 bar, 10 bar oder 20 bar
- Druckmessgenauigkeit von 0,02 % des Bereichsendwerts für ein Jahr
- Regelgenauigkeit ab 0,005 % des Bereichsendwerts
- Automatisches Anfahren vorgegebener Druckpunkte
- Automatische Stabilisierung des Prüfdrucks
- Automatische Dokumentation der Kalibrierergebnisse
- Erstellung von Kalibrierprozeduren für Drucktransmitter
- Prüfung von Druckschaltern
- Messen von 0 bis 24 mA
- Geben und Simulieren von 0 bis 24 mA
- Messung von Gleichspannung bis 30 V
- Integrierte 24 V Schleifenspannungsversorgung
- Integrierte HART Kommunikation
- Optional mit Wireless Kommunikation für Fluke Connect
- Temperaturmessung mit optionalem Fluke 720 RTD Pt100 Fühler
- Erweiterbar mit externen Fluke 750 Druckmodulen
- Robustes Gehäuse für mobile Anwendungen
- Schutzart IP54
- Wiederaufladbarer Lithium Ionen Akku
Damit bietet der Fluke Calibration 729 eine weitgehend automatisierte Lösung für wiederkehrende Druckkalibrierungen im Feld.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Der Fluke Calibration 729 Druckkalibrator eignet sich besonders für Unternehmen, bei denen regelmäßig eine größere Anzahl von Drucktransmittern oder Druckschaltern überprüft werden muss.
Bei einer konventionellen Druckkalibrierung muss der Anwender jeden Kalibrierpunkt manuell anfahren. Der Druck wird mit einer Handpumpe erzeugt und anschließend über eine Feineinstellung auf den gewünschten Wert eingestellt. Danach werden Referenzwert und Ausgangssignal des Prüflings dokumentiert.
Der Fluke Calibration 729 kann einen großen Teil dieses Arbeitsablaufs automatisieren. Der Anwender definiert beispielsweise Anfangsdruck, Enddruck, Anzahl der Prüfpunkte und zulässige Toleranz. Anschließend fährt das Gerät die vorgegebenen Druckpunkte automatisch an und dokumentiert die Ergebnisse.
Typische Anwendungen sind:
- Kalibrierung von Drucktransmittern
- Prüfung von Druckmessumformern
- Kalibrierung von Manometern
- Prüfung von Druckschaltern
- Prüfung von 4 bis 20 mA Messumformern
- Wartung von Prozessanlagen
- Instandhaltung
- Qualitätssicherung
- Prüfmittelüberwachung
- Mobile Druckkalibrierung
- HART Transmitter Prüfung
- Fehlersuche an Prozessmessstellen
- Dokumentierte Kalibrierungen vor Ort
Automatische Druckerzeugung und Regelung
Die automatische Druckerzeugung ist eines der wichtigsten Merkmale des Fluke Calibration 729. Statt den Prüfdruck manuell aufzupumpen, wird der gewünschte Druckwert direkt am Gerät eingegeben.
Der Kalibrator erzeugt daraufhin automatisch den erforderlichen Druck. Anschließend übernimmt die interne Feineinstellung die Stabilisierung auf den gewünschten Sollwert. Die automatische Regelung kann dabei kleinere Leckagen in Schläuchen und Prüfaufbauten ausgleichen.
Die spezifizierte Druckmessgenauigkeit für ein Jahr beträgt 0,02 % des Bereichsendwerts. Für die Regelung nennt Fluke mindestens 0,005 % des Bereichsendwerts.
Gerade bei wiederkehrenden Kalibrierungen reduziert diese Automatisierung den manuellen Aufwand erheblich.
Drei Druckbereiche bis 20 bar
Der Fluke Calibration 729 ist in drei grundlegenden Druckbereichen erhältlich.
Fluke Calibration 729 30G
Messbereich von minus 0,82737 bis 2,06842 bar. Diese Variante eignet sich insbesondere für pneumatische Niederdruckanwendungen.
Fluke Calibration 729 150G
Messbereich von minus 0,8273 bis 10,3421 bar. Damit werden zahlreiche typische Druckmessstellen der industriellen Prozessmesstechnik abgedeckt.
Fluke Calibration 729 300G
Messbereich von minus 0,8273 bis 20,6843 bar. Diese Ausführung bietet den größten internen Druckbereich der Fluke 729 Serie.
Alle drei Druckbereiche sind außerdem als 729 FC Varianten mit Wireless Kommunikation für Fluke Connect erhältlich.
Automatische Kalibrierprozeduren
Ein entscheidender Vorteil des Fluke Calibration 729 liegt in der Möglichkeit, komplette Kalibrierabläufe vorzubereiten.
Der Anwender kann den Anfangs und Enddruck, die Anzahl der gewünschten Prüfpunkte sowie die Prüftoleranz festlegen. Anschließend fährt der Druckkalibrator die entsprechenden Punkte automatisch an und dokumentiert die Ergebnisse.
Dies bietet erhebliche Vorteile bei wiederkehrenden Prüfungen. Anstelle einer rein manuellen Kalibrierung erhält der Anwender einen reproduzierbaren Ablauf.
Insbesondere für die regelmäßige Prüfmittelüberwachung und vorbeugende Instandhaltung kann dies den Zeitaufwand für Druckkalibrierungen reduzieren.
HART Kommunikation
Der Fluke Calibration 729 unterstützt die Kommunikation mit intelligenten HART Transmittern.
Zu den verfügbaren Funktionen gehören unter anderem die Einstellung des Schleifenstroms, HART Konfigurationen sowie die Justage der 0 Prozent und 100 Prozent Werte. Außerdem können Einstellungen wie Transmitterkennzeichnung, Maßeinheiten und Messbereiche verändert werden.
Zusätzlich können feste mA Ausgangswerte für die Fehlersuche eingestellt sowie Gerätekonfigurationen, Variablen und Diagnoseinformationen ausgelesen werden.
Damit kann der Fluke Calibration 729 nicht nur den pneumatischen Teil einer Messstelle überprüfen, sondern auch wichtige elektrische und digitale Funktionen eines modernen Drucktransmitters.
mA messen, geben und simulieren
Der Fluke Calibration 729 verfügt über umfangreiche Funktionen für elektrische Prozesssignale.
Der Strombereich reicht von 0 bis 24 mA. Der Kalibrator kann Strom messen, ausgeben und simulieren. Die Auflösung beträgt 1 µA. Fluke spezifiziert für die elektrischen Bereiche bei 23 °C ±5 °C eine Genauigkeit von 0,01 % vom Messwert ±2 Zählwerte.
Zusätzlich kann Gleichspannung von 0 bis 30 V DC mit einer Auflösung von 1 mV gemessen werden.
Die integrierte Schleifenspannungsversorgung stellt 24 V DC bei 20 mA bereit. Dadurch kann beispielsweise ein Zweileiter Drucktransmitter während der Kalibrierung direkt über den Kalibrator versorgt werden.
Temperaturmessung mit Pt100
Neben Druck und elektrischen Prozesssignalen kann der Fluke Calibration 729 auch zur Temperaturmessung eingesetzt werden.
Mit dem optionalen Fluke 720 RTD Pt100 Fühler können Temperaturen von minus 50 °C bis 150 °C erfasst werden. Die Temperaturauflösung beträgt 0,01 °C. Für die reine Temperaturmessfunktion spezifiziert Fluke eine Genauigkeit von ±0,1 °C.
Diese Funktion ist beispielsweise für Anwendungen interessant, bei denen Druck und Temperatur gemeinsam erfasst werden müssen.
Erweiterung mit externen Druckmodulen
Der Fluke Calibration 729 ist nicht auf seinen internen Druckbereich beschränkt. Externe Druckmodule der Fluke 750 Serie können angeschlossen werden.
Fluke gibt an, dass eines von 50 Druckmodulen der Fluke 750 Serie angeschlossen werden kann. Damit lassen sich Druckbereiche außerhalb der Möglichkeiten der internen Pumpe messen. Externe Module können außerdem verwendet werden, wenn bei niedrigen Drücken eine höhere Genauigkeit oder Auflösung erforderlich ist.
Die automatische interne Druckerzeugung selbst bleibt jedoch auf den Druckbereich der jeweiligen 729 Variante begrenzt.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Fluke |
| Modell | 729 |
| Geräteart | Automatischer Druckkalibrator |
| Varianten | 30G, 150G, 300G |
| Druckbereich 30G | minus 0,82737 bis 2,06842 bar |
| Druckbereich 150G | minus 0,8273 bis 10,3421 bar |
| Druckbereich 300G | minus 0,8273 bis 20,6843 bar |
| Druckmessgenauigkeit | 0,02 % vom Bereichsendwert für 1 Jahr |
| Regelgenauigkeit | mindestens 0,005 % vom Bereichsendwert |
| Druckerzeugung | Automatisch |
| mA Bereich | 0 bis 24 mA |
| mA Funktionen | Messen, Geben und Simulieren |
| mA Auflösung | 1 µA |
| Spannungsmessung | 0 bis 30 V DC |
| Spannungsauflösung | 1 mV |
| Schleifenspannung | 24 V DC bei 20 mA |
| HART Kommunikation | Ja |
| Temperaturmessung | Optional mit Pt100 |
| Temperaturbereich | minus 50 °C bis 150 °C |
| Temperaturauflösung | 0,01 °C |
| Wireless | Bei 729 FC Modellen |
| Schutzart | IP54 |
| Betriebstemperatur Messung | minus 10 °C bis 50 °C |
| Betriebstemperatur Druckregelung | 0 °C bis 50 °C |
| Abmessungen | 70 × 279,4 × 172,7 mm |
| Gewicht | ca. 2,95 kg |
Die technischen Daten und verfügbaren Funktionen können abhängig von der gewählten Ausführung und dem angeschlossenen Zubehör variieren.
Robuster Druckkalibrator für den mobilen Einsatz
Trotz der umfangreichen Automatisierungsfunktionen wurde der Fluke Calibration 729 als mobiles Kalibriergerät entwickelt. Das Gehäuse besitzt die Schutzart IP54 und wurde laut Fluke für einen Fall aus einem Meter Höhe geprüft. Das Gerät misst ungefähr 70 × 279 × 173 mm und wiegt rund 2,95 kg.
Die Stromversorgung erfolgt über einen wiederaufladbaren Lithium Ionen Akku. Ein Transportkoffer bietet Platz für den Kalibrator sowie Schläuche, Adapter, Messleitungen und weiteres Zubehör.
Damit eignet sich der Fluke Calibration 729 sowohl für den Einsatz in Werkstätten und Kalibrierlaboren als auch für Kalibrierungen direkt an industriellen Anlagen.
Warum den Fluke Calibration 729 wählen?
Der Fluke Calibration 729 kombiniert automatische Druckerzeugung, Druckregelung, präzise Druckmessung, mA Funktionen, Spannungsmessung, HART Kommunikation und automatische Dokumentation in einem einzigen mobilen Gerät.
Besonders bei wiederkehrenden Kalibrierungen bietet die automatische Abarbeitung mehrerer Prüfpunkte einen deutlichen Vorteil. Der Anwender definiert den gewünschten Prüfablauf und der Kalibrator übernimmt anschließend Druckerzeugung, Stabilisierung und Dokumentation der Messwerte.
Mit drei Druckbereichen bis 20 bar und optionalen Fluke Connect Varianten lässt sich der Kalibrator an unterschiedliche Anwendungen anpassen. Externe Fluke Druckmodule erweitern die Messmöglichkeiten zusätzlich.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl des geeigneten Fluke Calibration 729 sowie bei Fragen zu Zubehör, Druckmodulen und kompletten Kalibrierlösungen. Für die regelmäßige messtechnische Überprüfung Ihrer Geräte steht Ihnen außerdem der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
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Herstellerinformationen zum Fluke Calibration 729 finden Sie auf der offiziellen Webseite von Fluke.






