Der Fluke Calibration 9171 ist ein hochpräziser Metrologie Blockkalibrator für anspruchsvolle Temperaturkalibrierungen von minus 30 °C bis 155 °C. Das Gerät verbindet eine außergewöhnliche Temperaturstabilität von ±0,005 °C über den gesamten Arbeitsbereich mit einer Eintauchtiefe von 203 mm, einer sehr guten axialen Temperaturhomogenität und einer radialen Temperaturhomogenität von ±0,01 °C. Damit eignet sich der Fluke Calibration 9171 hervorragend für hochwertige Vergleichskalibrierungen von PRTs, RTDs, Pt100 Sensoren, Thermistoren, Thermoelementen und industriellen Temperaturfühlern.
Die Metrology Well Serie von Fluke Calibration wurde speziell für Anwendungen entwickelt, bei denen die Eigenschaften eines normalen Trockenblockkalibrators nicht ausreichen. Bei präzisen Temperaturkalibrierungen spielen neben der reinen Anzeigegenauigkeit auch Temperaturstabilität, axiale und radiale Temperaturverteilung, Eintauchtiefe, Beladungseffekt und Hysterese eine entscheidende Rolle. Der Fluke Calibration 9171 ist gezielt darauf ausgelegt, diese Einflussgrößen klein und reproduzierbar zu halten.
Die interne Anzeigegenauigkeit beträgt ±0,1 °C über den gesamten Temperaturbereich. Für hochwertige Kalibrierungen kann die tatsächliche Referenztemperatur zusätzlich mit einem separaten Referenzthermometer bestimmt werden. Besonders komfortabel ist die optional verfügbare Variante mit integriertem Referenzeingang. Dieser unterstützt PRTs von 10 Ω, 25 Ω und 100 Ω sowie verschiedene ITS 90 Subbereiche und die Callendar Van Dusen Charakterisierung.
Durch die hohe Auflösung von 0,001 °C lassen sich auch sehr kleine Temperaturänderungen erkennen. Die große Eintauchtiefe von 203 mm verbessert gleichzeitig die thermische Ankopplung langer Fühler und reduziert den Einfluss der Wärmeableitung über den Fühlerschaft. Gerade bei hochwertigen Platin Widerstandsthermometern ist dieser Punkt für kleine Messunsicherheiten besonders wichtig.
Der Fluke Calibration 9171 verfügt serienmäßig über eine RS232 Schnittstelle. Fluke nennt außerdem die Interface it Steuerungssoftware 9930. Dadurch lässt sich das Gerät in computergestützte Kalibrierplätze integrieren und für automatisierte beziehungsweise standardisierte Temperaturkalibrierungen nutzen.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl des passenden Fluke Calibration 9171, geeigneter Einsätze, Referenzthermometer und weiterer Komponenten für professionelle Temperaturkalibrierplätze. Für die regelmäßige messtechnische Rückführung Ihrer Temperaturmesstechnik steht Ihnen der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Temperaturbereich von minus 30 °C bis 155 °C
- Temperaturstabilität von ±0,005 °C über den gesamten Bereich
- Auflösung von 0,001 °C
- Große Eintauchtiefe von 203 mm
- Anzeigegenauigkeit von ±0,1 °C
- Axiale Temperaturhomogenität bis ±0,02 °C
- Radiale Temperaturhomogenität von ±0,01 °C über den gesamten Bereich
- Sehr geringer Beladungseffekt
- Hysterese von nur 0,025 °C
- Optionaler integrierter PRT Referenzeingang
- Unterstützung von ITS 90
- Unterstützung von Callendar Van Dusen
- Widerstandsbereich des Referenzeingangs von 0 Ω bis 400 Ω
- Vierleiter Anschluss für Referenz PRTs
- RS232 Schnittstelle
- Interface it Steuerungssoftware
- Rückführbare Werkskalibrierung mit Messdaten
- Geeignet für Labor, Qualitätssicherung, Forschung und Industrie
Die wichtigsten Leistungsdaten stammen direkt aus der aktuellen Produktspezifikation von Fluke Calibration.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Der Fluke Calibration 9171 wurde für Anwender entwickelt, die Temperaturfühler mit hoher Genauigkeit und sehr guter Reproduzierbarkeit kalibrieren möchten.
Typische Einsatzbereiche sind Kalibrierlabore, Pharmaindustrie, Biotechnologie, Lebensmittelindustrie, Maschinenbau, Forschung, Entwicklung, Qualitätssicherung und industrielle Temperaturmesstechnik.
Bei einer Vergleichskalibrierung werden ein kalibrierter Referenzfühler und der zu prüfende Temperatursensor gemeinsam in einen passenden Einsatz des Blockkalibrators eingebracht. Nach Erreichen der Temperaturstabilität werden Referenzwert und Prüflingsanzeige miteinander verglichen.
Je kleiner die zeitlichen und räumlichen Temperaturunterschiede im Block sind, desto günstiger sind die Voraussetzungen für eine geringe Messunsicherheit.
Genau hier liegen die Stärken des Fluke Calibration 9171.
Flexible Erweiterbarkeit
Der Fluke Calibration 9171 kann mit unterschiedlichen Einsätzen an verschiedene Sensordurchmesser angepasst werden.
Dadurch lassen sich beispielsweise Pt100 Sensoren, PRTs, Thermistoren oder andere Temperaturfühler mit unterschiedlichen Schaftdurchmessern kalibrieren.
Für besonders anspruchsvolle Anwendungen stehen Varianten mit einem integrierten Referenzeingang zur Verfügung.
Dieser Eingang ermöglicht die direkte Messung eines hochwertigen Platin Widerstandsthermometers. Der Widerstandsbereich reicht von 0 Ω bis 400 Ω und wird automatisch umgeschaltet.
Als Charakterisierungsverfahren unterstützt der Referenzeingang die ITS 90 Subbereiche 4, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 sowie die Callendar Van Dusen Gleichung.
Damit kann ein individuell kalibrierter Referenzfühler direkt am Fluke Calibration 9171 ausgewertet werden.
Technische Highlights
Der Fluke Calibration 9171 arbeitet bei 23 °C Umgebungstemperatur im Bereich von:
minus 30 °C bis 155 °C
Die Anzeigegenauigkeit beträgt:
±0,1 °C über den gesamten Bereich
Die Temperaturstabilität beträgt:
±0,005 °C über den gesamten Bereich
Die axiale Temperaturhomogenität beträgt:
±0,025 °C bei minus 30 °C
±0,02 °C bei 0 °C
±0,07 °C bei 155 °C
Die radiale Temperaturhomogenität beträgt:
±0,01 °C über den gesamten Bereich.
Damit gehört der Fluke Calibration 9171 zu den besonders leistungsfähigen Blockkalibratoren für den Bereich um Raumtemperatur und darunter.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Fluke Calibration |
| Modell | 9171 |
| Geräteart | Metrologie Blockkalibrator |
| Temperaturbereich | minus 30 °C bis 155 °C |
| Anzeigegenauigkeit | ±0,1 °C |
| Stabilität | ±0,005 °C |
| Axiale Homogenität bei minus 30 °C | ±0,025 °C |
| Axiale Homogenität bei 0 °C | ±0,02 °C |
| Axiale Homogenität bei 155 °C | ±0,07 °C |
| Radiale Homogenität | ±0,01 °C |
| Beladungseffekt bei minus 30 °C | ±0,005 °C |
| Beladungseffekt bei 0 °C | ±0,005 °C |
| Beladungseffekt bei 155 °C | ±0,01 °C |
| Hysterese | 0,025 °C |
| Eintauchtiefe | 203 mm |
| Auflösung | 0,001 °C |
| Abkühlzeit 23 °C auf minus 30 °C | ca. 30 Minuten |
| Abkühlzeit 155 °C auf 23 °C | ca. 25 Minuten |
| Aufheizzeit 23 °C auf 155 °C | ca. 44 Minuten |
| Aufheizzeit minus 30 °C auf 155 °C | ca. 56 Minuten |
| Abmessungen | 366 × 203 × 323 mm |
| Gewicht | ca. 15 kg |
| Leistungsaufnahme | 550 W |
| Versorgung | 115 V oder 230 V AC |
| Frequenz | 50 oder 60 Hz |
| Schnittstelle | RS232 |
| Rückführbare Kalibrierpunkte | minus 30, 0, 50, 100 und 155 °C |
Die Tabelle basiert auf den aktuellen technischen Angaben von Fluke Calibration.
Außergewöhnliche Temperaturstabilität
Eine der wichtigsten Eigenschaften des Fluke Calibration 9171 ist seine Temperaturstabilität von:
±0,005 °C über den gesamten Temperaturbereich.
Eine stabile Temperaturquelle ist für hochwertige Vergleichskalibrierungen besonders wichtig.
Wenn sich die Temperatur während der Messung verändert, können Referenzfühler und Prüfling unterschiedliche Temperaturzustände erfassen. Diese Schwankung wird dann zu einem zusätzlichen Beitrag innerhalb des Messunsicherheitsbudgets.
Die sehr hohe Stabilität des Fluke Calibration 9171 reduziert diesen Einfluss und erleichtert präzise Vergleichsmessungen.
Sehr gute axiale Temperaturhomogenität
Die axiale Temperaturverteilung beschreibt, wie stark sich die Temperatur entlang der Eintauchtiefe verändert.
Fluke weist darauf hin, dass Metrology Wells durch eine Zwei Zonen Regelung und eine größere Einsatz und Bohrungstiefe eine homogene Zone von ungefähr 60 mm ermöglichen.
Für den Fluke Calibration 9171 werden folgende Werte spezifiziert:
±0,025 °C bei minus 30 °C
±0,02 °C bei 0 °C
±0,07 °C bei 155 °C.
Damit eignet sich der Kalibrator hervorragend für Fühler, bei denen eine definierte und reproduzierbare Eintauchtiefe erforderlich ist.
Hervorragende radiale Temperaturhomogenität
Bei der gleichzeitigen Kalibrierung mehrerer Temperatursensoren befinden sich Referenzfühler und Prüfling häufig in unterschiedlichen Bohrungen.
Der Temperaturunterschied zwischen diesen Bohrungen wird durch die radiale Temperaturhomogenität beschrieben.
Beim Fluke Calibration 9171 beträgt diese:
±0,01 °C über den gesamten Arbeitsbereich.
Dadurch können mehrere Sensoren unter sehr vergleichbaren Temperaturbedingungen geprüft werden.
Geringer Beladungseffekt
Das Einbringen zusätzlicher Sensoren verändert die thermische Belastung eines Blockkalibrators.
Fluke spezifiziert den Beladungseffekt des 9171 mit einem 6,35 mm Referenzfühler und drei weiteren 6,35 mm Fühlern mit:
±0,005 °C bei minus 30 °C
±0,005 °C bei 0 °C
±0,01 °C bei 155 °C.
Diese kleinen Werte sind besonders bei Mehrfachkalibrierungen wichtig.
Der Anwender kann mehrere Temperaturfühler einsetzen, ohne dass sich die Blocktemperatur stark verändert.
Optionaler ITS 90 Referenzeingang
Für besonders anspruchsvolle Anwendungen ist der Fluke Calibration 9171 mit integriertem Referenzeingang erhältlich.
Dieser unterstützt:
Temperaturbereich: minus 200 °C bis 962 °C
Widerstandsbereich: 0 Ω bis 400 Ω
Messprinzip: Vierleitertechnik
Messperiode: 1 Sekunde
Anschluss: geschirmter 5 poliger DIN Steckverbinder.
Für 25 Ω und 100 Ω PRTs nennt Fluke beispielsweise eine Genauigkeit des Referenzeingangs von ±0,007 °C bei 0 °C und ±0,011 °C bei 155 °C, jeweils ohne Berücksichtigung der Unsicherheit des verwendeten Fühlers.
Damit lässt sich der Fluke Calibration 9171 zu einem kompakten Vergleichskalibriersystem erweitern.
Schnelles Kühlen und Aufheizen
Von einer Umgebungstemperatur von 23 °C auf minus 30 °C benötigt der Fluke Calibration 9171 ungefähr 30 Minuten.
Von 23 °C auf 155 °C beträgt die Aufheizzeit ungefähr 44 Minuten.
Der vollständige Temperaturwechsel von minus 30 °C auf 155 °C dauert ungefähr 56 Minuten.
Dadurch können mehrere Kalibrierpunkte innerhalb eines Arbeitstages effizient angefahren werden.
Für einen sinnvollen Kalibrierablauf empfiehlt sich die Planung der Temperaturpunkte so, dass unnötige vollständige Heiz und Kühlzyklen vermieden werden.
RS232 und Automatisierung
Das Gerät besitzt serienmäßig eine RS232 Schnittstelle.
Fluke nennt außerdem die Interface it Steuerungssoftware 9930.
Damit kann der Fluke Calibration 9171 in computergestützte Kalibrierplätze eingebunden werden.
Gerade bei wiederkehrenden Kalibrierungen mit identischen Temperaturpunkten kann die Automatisierung den Bedienaufwand reduzieren und die Reproduzierbarkeit des Prüfablaufs verbessern.
Rückführbare Kalibrierung
Der Fluke Calibration 9171 wird mit einer auf NIST rückführbaren Kalibrierung geliefert.
Fluke dokumentiert Messdaten bei:
minus 30 °C
0 °C
50 °C
100 °C
155 °C.
Für den optional integrierten Referenzeingang ist außerdem eine NVLAP akkreditierte Kalibrierung verfügbar beziehungsweise vorgesehen.
Kalibrierservice von europascal
Für dauerhaft zuverlässige Messergebnisse sollten Blockkalibrator und verwendete Referenzthermometer regelmäßig messtechnisch überprüft werden.
Über den europascal Kalibrierservice können Temperaturkalibratoren, Referenzthermometer, Temperaturfühler und weitere Messmittel regelmäßig kalibriert werden.
europascal unterstützt Sie außerdem bei der Auswahl geeigneter Einsätze, PRTs, Pt100 Sensoren und Temperaturanzeigen sowie bei der Planung kompletter Temperaturkalibrierplätze.
Warum den Fluke Calibration 9171 wählen?
Der Fluke Calibration 9171 kombiniert einen praxisgerechten Temperaturbereich von minus 30 °C bis 155 °C mit einer außergewöhnlich hohen Temperaturstabilität.
Mit ±0,005 °C Stabilität, 203 mm Eintauchtiefe, ±0,01 °C radialer Homogenität und einem sehr geringen Beladungseffekt bietet das Gerät hervorragende Voraussetzungen für anspruchsvolle Vergleichskalibrierungen.
Der optionale ITS 90 Referenzeingang macht aus dem Blockkalibrator ein besonders kompaktes Referenzsystem.
Die RS232 Schnittstelle ermöglicht außerdem die Integration in automatisierte Kalibrierplätze.
Damit eignet sich der Fluke Calibration 9171 insbesondere für Anwender, die PRTs, Pt100 Sensoren, RTDs, Thermistoren und andere Temperaturfühler mit hoher Genauigkeit und Reproduzierbarkeit prüfen möchten.
Typische Kalibrieranwendungen mit dem Fluke Calibration 9171
Der Fluke Calibration 9171 eignet sich insbesondere für Vergleichskalibrierungen von PRTs, RTDs, Pt100 Sensoren, Thermistoren und industriellen Temperaturfühlern.
Typische Einsatzbereiche sind akkreditierte und industrielle Kalibrierlabore, Pharmaindustrie, Biotechnologie, Lebensmittelindustrie, Maschinenbau, Forschung, Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung.
Durch die Kombination aus niedrigem Temperaturbereich, hoher Stabilität, großer Eintauchtiefe und hervorragender Temperaturhomogenität ist der Fluke Calibration 9171 eine leistungsfähige Temperaturquelle für professionelle Kalibrieraufgaben.
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Herstellerinformationen zum Fluke Calibration 9171 finden Sie auf der offiziellen Webseite vom Hersteller.





