Der Fluke Calibration 721 ist ein präziser Zweikanal Druckkalibrator für anspruchsvolle Druckmessungen und Kalibrieraufgaben in der Prozessindustrie. Das Gerät verfügt über zwei voneinander isolierte Drucksensoren aus Edelstahl und ermöglicht dadurch die gleichzeitige Erfassung unterschiedlicher Druckbereiche mit nur einem mobilen Kalibrator. Besonders geeignet ist der Fluke Calibration 721 für Anwendungen in der Gasindustrie, bei Durchflussmessungen sowie für sogenannte Custody Transfer Anwendungen.
Eine Besonderheit des Fluke Calibration 721 ist die Kombination aus einem Niederdrucksensor und einem Hochdrucksensor. Für den Niederdruckbereich stehen Varianten bis 1,1 bar oder 2,48 bar zur Verfügung. Diese können mit verschiedenen Hochdrucksensoren bis maximal 345 bar beziehungsweise 5000 psi kombiniert werden. Die Genauigkeit der meisten internen Drucksensoren beträgt 0,025 % des Bereichsendwerts. Beim höchsten Bereich bis 345 bar beträgt sie 0,035 % des Bereichsendwerts.
Zusätzlich zur Druckmessung bietet der Fluke Calibration 721 Funktionen für elektrische Prozesssignale und Temperatur. Er misst Stromsignale von 0 bis 24 mA sowie Gleichspannungen bis 30 V und stellt eine 24 V Schleifenspannungsversorgung für angeschlossene Messumformer bereit. Mit einem optionalen Pt100 Fühler können außerdem Temperaturen gemessen werden.
Damit eignet sich der Fluke Calibration 721 für Anwender, die Druck, Temperatur und elektrische Prozesssignale mit einem einzigen kompakten Gerät erfassen möchten. europascal unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Ausführung sowie geeigneter Druckmodule und Zubehörkomponenten.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Zwei voneinander isolierte Drucksensoren aus Edelstahl
- Kombination aus Niederdruck und Hochdrucksensor
- Niederdruckbereiche bis 1,1 bar oder 2,48 bar
- Hochdruckbereiche bis maximal 345 bar
- Druckgenauigkeit bis 0,025 % des Bereichsendwerts
- Ideal für Gasdurchfluss und Custody Transfer Anwendungen
- Gleichzeitige Darstellung von bis zu drei Messwerten
- Messung von Stromsignalen bis 24 mA
- Messung von Gleichspannung bis 30 V
- Integrierte 24 V Schleifenspannungsversorgung
- Pt100 Eingang für optionale Temperaturmessung
- Temperaturmessbereich von minus 40 °C bis 150 °C
- Erweiterbar mit externen Fluke Druckmodulen
- Speicherung von fünf Geräteeinstellungen
- Großes hintergrundbeleuchtetes Grafikdisplay
- Batteriebetriebsdauer von typischerweise mehr als 35 Stunden
- Kompakte Bauform für mobile Kalibrieraufgaben
Die Kombination aus zwei internen Drucksensoren und zusätzlichen elektrischen sowie thermischen Messfunktionen macht den Fluke Calibration 721 zu einem besonders vielseitigen Werkzeug für professionelle Kalibrieraufgaben.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Der Fluke Calibration 721 wurde insbesondere für Anwendungen entwickelt, bei denen unterschiedliche Druckbereiche mit hoher Genauigkeit gemessen werden müssen. Ein typisches Einsatzgebiet ist die Kalibrierung von Gasmessinstrumenten und Gaszählern. Fluke nennt ausdrücklich Gasdurchflussmessungen und Custody Transfer Anwendungen als zentrale Einsatzgebiete.
Bei solchen Anwendungen können beispielsweise ein relativ kleiner Differenzdruck und ein wesentlich höherer statischer Leitungsdruck auftreten. Durch die beiden voneinander isolierten Drucksensoren können diese Messaufgaben mit einem einzigen Gerät durchgeführt werden.
Typische Anwendungen sind:
- Kalibrierung von Drucktransmittern
- Prüfung von Druckmessumformern
- Kalibrierung von Manometern
- Überprüfung von Gaszählern
- Gasdurchflussmessungen
- Custody Transfer Anwendungen
- Prüfung von 4 bis 20 mA Messumformern
- Wartung von Prozessanlagen
- Prüfmittelüberwachung
- Qualitätssicherung
- Mobile Druckkalibrierung
- Temperaturmessung mit Pt100
- Service und Instandhaltung
Damit bietet der Fluke Calibration 721 eine flexible Lösung für Techniker, die an unterschiedlichen Druckmessstellen arbeiten und dabei mehrere Messgrößen erfassen müssen.
Zwei Drucksensoren in einem Gerät
Das wichtigste Merkmal des Fluke Calibration 721 sind seine zwei voneinander isolierten internen Drucksensoren. Der Anwender wählt zunächst einen Niederdrucksensor und kombiniert diesen anschließend mit einem geeigneten Hochdrucksensor.
Für den Niederdruckbereich stehen folgende Sensoren zur Verfügung:
16 psi Sensor: bis 1,1 bar
36 psi Sensor: bis 2,48 bar
Diese lassen sich je nach Ausführung mit Hochdrucksensoren für 100, 300, 500, 1000, 1500, 3000 oder 5000 psi kombinieren. Dies entspricht ungefähr 6,9, 20, 34,5, 69, 103,4, 200 oder 345 bar.
Durch diese Auswahl kann der Fluke Calibration 721 gezielt an die jeweilige Messaufgabe angepasst werden.
Hohe Genauigkeit bei der Druckmessung
Die internen Drucksensoren des Fluke Calibration 721 bestehen aus Edelstahl und sind voneinander isoliert. Für die meisten Sensorbereiche spezifiziert Fluke eine Genauigkeit von 0,025 % des Bereichsendwerts.
Beim Hochdrucksensor mit einem maximalen Messbereich von 5000 psi beziehungsweise 345 bar beträgt die Genauigkeit 0,035 % des Bereichsendwerts.
Gerade bei der Auswahl einer geeigneten Variante sollte deshalb nicht nur der maximale Arbeitsdruck betrachtet werden. Für eine möglichst geringe absolute Messabweichung empfiehlt sich grundsätzlich ein Messbereich, der zur tatsächlichen Anwendung passt.
Erweiterung mit externen Druckmodulen
Neben den beiden integrierten Drucksensoren kann der Fluke Calibration 721 mit externen Druckmodulen erweitert werden. Fluke nennt hierfür die Druckmodule der entsprechenden 700 beziehungsweise 750 Serie. Dadurch können zusätzliche Druckbereiche und Druckarten mit dem Grundgerät erfasst werden.
Diese Erweiterbarkeit ist besonders für Kalibrierlabore, Servicetechniker und Unternehmen mit zahlreichen unterschiedlichen Druckmessstellen interessant.
Der Anwender kann für häufig benötigte Bereiche die beiden internen Sensoren verwenden und für spezielle Anwendungen ein zusätzliches externes Druckmodul anschließen.
Messung von mA und Spannung
Für die Prüfung industrieller Drucktransmitter verfügt der Fluke Calibration 721 über einen Strommesseingang.
Der Messbereich beträgt 0 bis 24 mA bei einer Auflösung von 0,001 mA. Die spezifizierte Genauigkeit beträgt ±0,015 % vom Messwert ±0,002 mA.
Damit können insbesondere die in der Prozessindustrie verbreiteten 4 bis 20 mA Signale direkt überprüft werden.
Zusätzlich misst das Gerät Gleichspannungen von 0 bis 30 V DC bei einer Auflösung von 0,001 V. Dadurch kann beispielsweise die Funktion einer 24 V Schleifenspannungsversorgung überprüft werden.
Eine eigene 24 V Schleifenspannungsversorgung ist ebenfalls integriert. Damit kann ein angeschlossener Transmitter während der Prüfung direkt vom Fluke Calibration 721 versorgt werden.
Temperaturmessung mit Pt100
Zusätzlich zu Druck und elektrischen Prozesssignalen kann der Fluke Calibration 721 Temperaturen messen.
Hierfür besitzt das Gerät einen RTD Eingang. In Verbindung mit dem optional erhältlichen Fluke 720 RTD Pt100 Fühler können Temperaturen von minus 40 °C bis 150 °C gemessen werden.
Die Temperaturauflösung beträgt 0,01 °C. Für die Temperaturmessung spezifiziert Fluke eine Genauigkeit von ±0,1 °C. In Verbindung mit dem optionalen Fluke 720 RTD Fühler wird eine kombinierte Unsicherheit von ±0,25 °C angegeben.
Damit können beispielsweise bei Gasdurchflussmessungen neben dem Druck auch Temperaturwerte direkt vor Ort erfasst werden.
Großes Display für drei Messwerte
Der Fluke Calibration 721 verfügt über ein großes hintergrundbeleuchtetes Grafikdisplay. Auf diesem können bis zu drei Messwerte gleichzeitig angezeigt werden.
Je nach Anwendung können beispielsweise Niederdruck, Hochdruck und Temperatur oder Druck, Strom und Temperatur gleichzeitig dargestellt werden.
Diese Funktion erleichtert komplexere Prüfungen, da der Anwender nicht permanent zwischen unterschiedlichen Anzeigen wechseln muss.
Darüber hinaus können fünf Geräteeinstellungen gespeichert und später erneut aufgerufen werden. Dies erleichtert wiederkehrende Kalibrieraufgaben mit identischen Konfigurationen.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Fluke |
| Modell | 721 |
| Geräteart | Zweikanal Druckkalibrator |
| Interne Drucksensoren | 2, voneinander isoliert |
| Niederdrucksensor | 1,1 oder 2,48 bar |
| Hochdrucksensoren | 6,9 bis 345 bar |
| Druckgenauigkeit | bis 0,025 % vom Bereichsendwert |
| Genauigkeit 345 bar Sensor | 0,035 % vom Bereichsendwert |
| mA Messbereich | 0 bis 24 mA |
| mA Auflösung | 0,001 mA |
| Spannungsmessung | 0 bis 30 V DC |
| Spannungsauflösung | 0,001 V |
| Schleifenspannung | 24 V |
| Temperaturmessung | Pt100 RTD, optionaler Fühler |
| Temperaturbereich | minus 40 °C bis 150 °C |
| Temperaturauflösung | 0,01 °C |
| Anzeige | Hintergrundbeleuchtetes Grafikdisplay |
| Gleichzeitige Messwertanzeige | Bis zu 3 Werte |
| Speicher | 5 Geräteeinstellungen |
| Schutzart | IP40 |
| Betriebstemperatur | minus 10 °C bis 50 °C |
| Lagertemperatur | minus 20 °C bis 60 °C |
| Abmessungen | ca. 200 × 110 × 58 mm |
| Stromversorgung | 4 AA Batterien |
| Batteriebetriebsdauer | Typisch mehr als 35 Stunden |
Die technischen Angaben und insbesondere die Druckbereiche unterscheiden sich abhängig von der gewählten Variante des Fluke Calibration 721.
Für Gasdurchfluss und Custody Transfer Anwendungen
Eine der wichtigsten Anwendungen des Fluke Calibration 721 liegt im Bereich der Gasmessung und Gasdurchflusskalibrierung. Durch die Kombination eines empfindlichen Niederdrucksensors mit einem Hochdrucksensor kann das Gerät unterschiedliche Druckgrößen innerhalb einer Messanlage erfassen.
Dies ist beispielsweise bei der Überprüfung von Messsystemen interessant, bei denen sowohl der Leitungsdruck als auch kleinere Druckdifferenzen relevant sind.
Die zusätzliche Temperaturmessung unterstützt solche Anwendungen, da Druck, Temperatur und elektrische Ausgangssignale wichtige Messgrößen innerhalb industrieller Gas und Durchflussmesssysteme darstellen.
Fluke bezeichnet den 721 daher ausdrücklich als Präzisions Druckkalibrator für Gas Custody Transfer Anwendungen.
Warum den Fluke Calibration 721 wählen?
Der Fluke Calibration 721 bietet gegenüber klassischen Einkanal Druckkalibratoren den Vorteil von zwei fest integrierten und voneinander isolierten Drucksensoren. Damit lassen sich ein niedriger und ein hoher Druckbereich mit einem einzigen Gerät abdecken.
Die verschiedenen Sensorkombinationen ermöglichen eine Anpassung an unterschiedliche Anwendungen. Mit einem maximalen internen Druckbereich von 345 bar deckt die Modellreihe sowohl niedrige als auch vergleichsweise hohe Prozessdrücke ab.
Hinzu kommen mA Messung, Spannungsmessung, 24 V Schleifenspannungsversorgung und die optionale Pt100 Temperaturmessung. Das große Display mit bis zu drei gleichzeitig dargestellten Messwerten erleichtert komplexere Prüfaufgaben.
Mit einer typischen Batteriebetriebsdauer von mehr als 35 Stunden und kompakten Abmessungen ist der Fluke Calibration 721 außerdem für mobile Serviceeinsätze ausgelegt.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl der geeigneten Sensorkombination sowie bei Fragen zu Druckkalibrierung und Zubehör. Für die regelmäßige messtechnische Überprüfung Ihrer Geräte steht Ihnen außerdem der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.
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Herstellerinformationen zum Fluke Calibration 721 finden Sie auf der offiziellen Webseite von Fluke.




