Der Fluke Calibration 2271A ist ein modularer industrieller Druckkalibrator für die automatisierte Kalibrierung und Prüfung von Manometern, Drucksensoren, Drucktransmittern und Druckschaltern. Mit einem Druckbereich von minus 100 kPa bis 20 MPa beziehungsweise minus 1 bar bis 200 bar deckt das System ein breites Spektrum pneumatischer Kalibrieraufgaben ab. Durch den modularen Aufbau kann der Fluke Calibration 2271A individuell an die Anforderungen eines Kalibrierlabors angepasst und bei steigenden Anforderungen nachträglich erweitert werden.
Ein wesentlicher Vorteil ist die Möglichkeit, bis zu zwei Druckmessmodule gleichzeitig in das Grundgerät einzusetzen. Dadurch können unterschiedliche Druckbereiche mit einem einzigen Kalibriersystem abgedeckt werden. Je nach Anforderungen stehen PM200 und PM500 Druckmessmodule mit unterschiedlichen Genauigkeitsklassen zur Verfügung. Die PM200 Module erreichen in vielen Bereichen eine Spezifikation von 0,02 % des Bereichsendwerts, während PM500 Module für höhere Genauigkeitsanforderungen eine Messunsicherheit von 0,01 % vom Messwert von 50 % bis 100 % des Bereichs bei den meisten Messbereichen bieten.
Der Fluke Calibration 2271A eignet sich damit sowohl für den Einstieg in die automatisierte Druckkalibrierung als auch für bereits bestehende Kalibrierlabore mit wachsendem Prüfmittelbestand. europascal unterstützt Sie bei der Auswahl der geeigneten Druckmodule, Anschlüsse und Zubehörkomponenten sowie bei der Konfiguration eines kompletten Druckkalibriersystems.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Automatischer pneumatischer Druckkalibrator
- Druckbereiche von minus 1 bar bis 200 bar
- Modularer Aufbau für unterschiedliche Messbereiche
- Zwei Druckmessmodule gleichzeitig einsetzbar
- PM200 Module mit bis zu 0,02 % vom Bereichsendwert
- PM500 Module für höhere Genauigkeitsanforderungen
- Mehr als 45 PM500 Messbereiche verfügbar
- Einfach austauschbare Druckmessmodule
- Zwei Testanschlüsse für Prüflinge
- Gleichzeitiger Anschluss von zwei Druckmessgeräten möglich
- Integriertes elektrisches Messmodul EMM
- Messung von 4 bis 20 mA Prozesssignalen
- 24 V DC Schleifenspannungsversorgung
- Integrierter 250 Ohm Widerstand
- HART Kommunikation
- Automatisierte Kalibrierung von Drucktransmittern
- Optionales Contamination Prevention System CPS
- Ethernet, USB und RS232 Schnittstellen
- Automatisierbar mit COMPASS for Pressure Software
- Intuitive mehrsprachige Bedienoberfläche
Das modulare Konzept ermöglicht es, das System zunächst für die aktuell benötigten Druckbereiche auszustatten und später durch weitere Druckmessmodule zu erweitern.
Ideal für anspruchsvolle Kalibrieranwendungen
Der Fluke Calibration 2271A Druckkalibrator wurde für industrielle Kalibrierlabore entwickelt, in denen unterschiedliche Arten von Druckmessgeräten effizient und reproduzierbar kalibriert werden sollen.
Typische Anwendungen sind:
- Kalibrierung analoger Manometer
- Kalibrierung digitaler Manometer
- Prüfung von Drucktransmittern
- Kalibrierung von Drucksensoren
- Prüfung von Druckschaltern
- Kalibrierung von 4 bis 20 mA Druckmessumformern
- Prüfung intelligenter HART Transmitter
- Prüfmittelüberwachung
- Qualitätssicherung
- Produktionsprüfung
- Automatisierte Druckkalibrierung
- Einsatz in industriellen Kalibrierlaboren
Der Fluke Calibration 2271A kann komplette Kalibrierabläufe automatisieren. Besonders bei regelmäßig wiederkehrenden Kalibrierungen kann dies den manuellen Arbeitsaufwand reduzieren und die Reproduzierbarkeit der Prüfabläufe verbessern.
Modularer Aufbau für flexible Druckbereiche
Ein entscheidender Vorteil des Fluke Calibration 2271A ist sein modularer Aufbau. Im Chassis können gleichzeitig zwei Druckmessmodule installiert werden. Die Module werden von der Vorderseite eingesetzt und können bei geänderten Anforderungen ausgetauscht werden.
Damit muss bei einer Erweiterung des Druckbereichs nicht zwangsläufig ein komplett neuer Druckcontroller angeschafft werden. Stattdessen kann ein zusätzliches oder anderes Druckmessmodul eingesetzt werden.
Der verfügbare Gesamtbereich reicht von minus 100 kPa bis 20 MPa beziehungsweise minus 15 psi bis 3000 psi.
Dies ermöglicht beispielsweise die Kombination eines Moduls für niedrige pneumatische Drücke mit einem Modul für wesentlich höhere Drücke. Das System wählt damit für unterschiedliche Kalibrieraufgaben den geeigneten Messbereich.
PM200 Druckmessmodule
Die PM200 Druckmessmodule stellen eine wirtschaftliche Lösung für zahlreiche industrielle Druckkalibrierungen dar. Sie verwenden charakterisierte Silizium Drucksensoren und bieten in vielen Messbereichen eine Spezifikation von 0,02 % des Bereichsendwerts.
Diese Spezifikation berücksichtigt laut Hersteller unter anderem Linearität, Hysterese, Wiederholbarkeit, Langzeitstabilität sowie den Unsicherheitsbeitrag des verwendeten Kalibriernormals.
Damit eignen sich die PM200 Module beispielsweise für:
- Analoge Manometer
- Digitale Druckmessgeräte
- Druckschalter
- Industrielle Drucktransmitter
- Produktionsprüfungen
- Allgemeine Kalibrieraufgaben
Die verfügbaren PM200 Bereiche reichen von sehr niedrigen Drücken bis 20 MPa beziehungsweise 200 bar.
PM500 Druckmessmodule für höhere Genauigkeit
Für Anwendungen mit höheren Genauigkeitsanforderungen kann der Fluke Calibration 2271A mit PM500 Druckmessmodulen ausgestattet werden.
Bei den meisten Bereichen bieten diese Module von 50 % bis 100 % des jeweiligen Messbereichs eine Messunsicherheit von 0,01 % vom Messwert. Fluke bietet mehr als 45 unterschiedliche PM500 Bereiche von niedrigen Differenzdrücken bis 20 MPa beziehungsweise 3000 psi an.
Dadurch lässt sich das System gezielt an unterschiedliche Genauigkeitsanforderungen und Prüfmittelklassen anpassen.
PM200 und PM500 Module können innerhalb des modularen Konzepts passend zur jeweiligen Anwendung ausgewählt werden.
Automatische Druckregelung
Neben der präzisen Druckmessung übernimmt der Fluke Calibration 2271A die automatische Erzeugung und Regelung des gewünschten pneumatischen Prüfdrucks.
Für die meisten Messbereiche spezifiziert Fluke im dynamischen Regelmodus eine Regelpräzision von 0,001 % der Messbereichsspanne. Für den speziellen PM200 BG2.5K Bereich beträgt sie 0,005 % der Messbereichsspanne. Die tatsächliche Leistung hängt unter anderem vom Verhältnis zwischen Versorgungsdruck und verwendetem Messbereich ab.
Als Druckmedium benötigt das System saubere, trockene Luft oder Stickstoff. Der Hersteller spezifiziert dafür unter anderem Anforderungen an Partikelbelastung, Feuchte und Kohlenwasserstoffgehalt.
Zwei Testanschlüsse für höheren Durchsatz
Auf der Oberseite des Fluke Calibration 2271A befinden sich zwei Testanschlüsse. Dadurch können zwei Prüflinge gleichzeitig mit dem Drucksystem verbunden werden.
Dies ist beispielsweise bei der Kalibrierung von Manometern praktisch. Durch die vertikale Anordnung können analoge Manometer direkt angeschlossen werden, ohne dass zwingend zusätzliche Prüfstände oder Verteiler benötigt werden.
Je nach Ausführung stehen HC20 oder P3000 Testanschlüsse zur Verfügung. Diese unterstützen unterschiedliche NPT, BSP und metrische Druckanschlüsse. Die P3000 Ausführung bietet zusätzlich Kompatibilität mit Anwendern bestehender Fluke Calibration P3000 Druckwaagen beziehungsweise P5500 Druckkomparatoren.
Integriertes elektrisches Messmodul EMM
Der Fluke Calibration 2271A ist nicht nur ein Druckcontroller. Ein integriertes Electrical Measurement Module EMM ermöglicht die elektrische Prüfung von Drucktransmittern und anderen Prozessgeräten.
Das EMM stellt eine 24 V DC Schleifenspannungsversorgung zur Verfügung und ermöglicht die Messung von mA und Gleichspannung. Dadurch können beispielsweise 4 bis 20 mA Drucktransmitter während einer Kalibrierung direkt mit dem 2271A verbunden werden.
Ein integrierter 250 Ohm Widerstand kann bei Bedarf ein oder ausgeschaltet werden. Dadurch ist für die HART Kommunikation kein zusätzlicher externer Widerstand erforderlich.
Diese Kombination ermöglicht eine vollständig automatisierte Closed Loop Kalibrierung von intelligenten Drucktransmittern.
HART Kommunikation für intelligente Drucktransmitter
Die integrierte HART Funktionalität erweitert den Einsatzbereich des Fluke Calibration 2271A erheblich.
Bei intelligenten Drucktransmittern reicht es häufig nicht aus, lediglich Druck und analoges Ausgangssignal zu vergleichen. Zusätzlich müssen Geräteparameter oder digitale Informationen des Transmitters berücksichtigt werden.
Durch das integrierte EMM mit HART Unterstützung kann der Fluke Calibration 2271A solche Geräte in einen automatisierten Kalibrierablauf integrieren. Damit eignet sich das System besonders für moderne Kalibrierlabore mit einem hohen Anteil intelligenter Prozessmesstechnik.
Schutz vor Verunreinigungen mit CPS
Bei der Kalibrierung von Druckmessgeräten besteht die Gefahr, dass Flüssigkeiten oder andere Verunreinigungen aus dem Prüfling in den Druckcontroller gelangen.
Für den Fluke Calibration 2271A steht deshalb optional das Contamination Prevention System CPS zur Verfügung.
Das System arbeitet unter anderem mit einer gerichteten Strömung vom Controller weg, einem schwerkraftbasierten Sammelsystem und einer zweistufigen Filterung. Dadurch soll das Eindringen von Verunreinigungen in das Kalibriersystem verhindert beziehungsweise reduziert werden.
Gerade bei einem Kalibrierlabor mit wechselnden Prüflingen kann das CPS einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Druckcontrollers leisten.
Automatisierung mit COMPASS Software
Für umfangreiche automatisierte Kalibrieraufgaben kann der Fluke Calibration 2271A mit der Fluke Calibration COMPASS for Pressure Software kombiniert werden.
Damit lassen sich vollständige automatische Druckkalibriersequenzen für einzelne oder mehrere Prüflinge erstellen und durchführen.
Zusätzlich besitzt das Gerät eine vollständige Remote Schnittstelle und kann dadurch in kundenspezifische Softwarelösungen oder automatisierte Prüfstände integriert werden.
Für die Kommunikation stehen Ethernet, RS232 und USB zur Verfügung.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Fluke Calibration |
| Modell | 2271A |
| Geräteart | Automatischer Druckkalibrator |
| Druckbereich | minus 100 kPa bis 20 MPa |
| Druckbereich in bar | ca. minus 1 bis 200 bar |
| Druckmessmodule | PM200 und PM500 |
| Modulplätze | 2 |
| PM200 Spezifikation | bis 0,02 % FS |
| PM500 | bis 0,01 % vom Messwert bei vielen Bereichen |
| Regelpräzision | bis 0,001 % der Bereichsspanne |
| Druckmedium | Saubere trockene Luft oder Stickstoff |
| Testanschlüsse | 2 |
| Elektrisches Messmodul | Integriert |
| Schleifenspannung | 24 V DC |
| HART | Ja |
| Schnittstellen | Ethernet, RS232, USB |
| Automatisierungssoftware | COMPASS for Pressure |
| Aufwärmzeit | typisch 15 Minuten |
| Betriebstemperatur | 15 °C bis 35 °C |
| Lagertemperatur | minus 20 °C bis 70 °C |
| Schutzart | IP20 |
| Maximale Leistungsaufnahme | 100 W |
| Gewicht Grundgerät | ca. 15 kg |
| Breite | 442 mm |
| Tiefe | 446 mm |
Die genaue Höhe hängt von der gewählten Ausführung der Testanschlüsse ab. Fluke nennt für die HC20 Varianten 305 mm und für die P3000 Varianten 237 mm.
Warum den Fluke Calibration 2271A wählen?
Der Fluke Calibration 2271A verbindet präzise pneumatische Druckregelung, modular austauschbare Druckmessmodule, elektrische Prozessmessung und HART Kommunikation in einem automatisierbaren Kalibriersystem.
Besonders interessant ist das modulare Konzept. Ein Kalibrierlabor kann zunächst nur die tatsächlich benötigten Druckbereiche erwerben. Wenn sich der Prüfmittelbestand später verändert, können zusätzliche PM200 oder PM500 Module eingesetzt werden. Dadurch wächst der Druckkalibrator mit den Anforderungen des Anwenders.
Mit einem maximalen Druckbereich bis 200 bar, zwei gleichzeitig einsetzbaren Druckmodulen, zwei Testanschlüssen sowie der Möglichkeit zur automatisierten Kalibrierung eignet sich der Fluke Calibration 2271A sowohl für neu aufgebaute als auch für bestehende industrielle Kalibrierlabore.
europascal unterstützt Sie bei der Auswahl des geeigneten Fluke Calibration 2271A, der passenden PM200 und PM500 Druckmessmodule sowie weiterer Komponenten für komplette Druckkalibrierlösungen. Für die regelmäßige messtechnische Überprüfung Ihrer Geräte steht Ihnen außerdem der europascal Kalibrierservice zur Verfügung.





